Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1874 (Band XXI.)

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engten Becken war das Kind an den vorliegenden Füssen extrahirt; in 3 Fällen 
war die Wendung auf die Füsse mit nachfolgender Extraction gemacht worden, 
einmal wegen placenta praevia (s. o. No. 8436), einmal wegen fehlerhafter 
Kopfstellung und Vorfalls der Nabelschnur bei engem Becken, einmal wegen 
Schulterlage, 24 Stünden nach Abfluss des Fruchtwassers bei unvollkommen 
entfaltetem Cervicalkanal (s. o. No. 8422). 
in den ersten Lebenswochen starben > 5 
darunter 2 Zwillingskinder; 1 von einer syphilitischen Mutter wenige Wochen 
. nach überstandener Schmiercur geborenes Kind; ein von Geburt an sehr 
schwaches Kind einer erkrankten Mutter an hämorrhagischer pleuritis (s. o. 
Nr. 8424); i am 12. Lebenstage an Trismus (Section ausser Hyperämie des 
Gehirns und Rückenmarks ohne positiven Befund). 
In der Anstalt blieben am Jahresschluss ■ • 4 
Von den in der Anstalt behandelten 45 Kranken litten an: 
Prolapsus uteri et vaginae 5 
Anteflexio uteri 2 
Retroflexio uteri 5 
Catarrhus cervicis uteri 4 
Metritis chronica 3 
Metrorrhagia-. 4 
Tumor fibrosus uteri 2 
Carcinoma uteri 5 
Vaginismus 1 
Tumor ovarii 2 
Cyste des ligamentum latum 1 
Peri- und Parametritis chronica ■ ■ ■ 3 
Ascites i 
Prolapsus Urethrae (durch Operation geheilt) 1 
’ Hysterie 3 
Anaemia in graviditate 1 
Graviditas extrauterina (1 Fall mit zweifelhafter Diagnose) 2 
In der Anstalt starb von den Kranken 
I an Marasmus in Folge einer chronischen peri- und parametritis mit massenhaftem Exsudat 
II. Die gynäkologische Poliklinik. 
I. Geburten. 
Zahl der behandelten Geburten (sämmtlich mit Beistand von Hebammei) 23 
darunter waren: rechtzeitige 20 
unzeitige ^ 
einfache 2 o 
mehrfache (sämmtlich Zwillingsgeburten) ^ 
bei den 20 rechtzeitigen Geburten wurden geboren Knaben 14 
Mädchen 9
	        

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