Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1873 (Band XX.)

bis 36 Centim. 94 mal, dabei 26 Dammrisse 
36,5 
» 37 
» 3 7 
» 38 
51 3 8 >5 
über 38,5 
69 
59 
17 
18 
11 
6 
15 
30 
16 
6 
5 
6 
27,6 pCt. 
43>4 „ 
= 2 7,, 
^ 35,2 
— 2 7,7 
= 54)5 
i6,e 
V 
Ich schliesse hier gleich eine Thatsache an, welche auch Hecker hervorhebt, dass nämlich 
Dammrisse bei Geburten von Knaben häufiger sind, als bei denen von Mädchen, weil ich glaube, 
dass dies wesentlich mit der Grösse des Kopfes in Zusammenhang steht. 
Bei 536 Geburten von Knaben erfolgten 156 Dammrisse = 29,1 pCt. 
119 
i 
456 ,, „ Mädchen 
„ 8 Zwillingsgeburten 
Bei 300 Knaben betrug der Kopfumfang 
unter bis inclusive 32 Cm. 3 mal 
D )) 55 34 5) 55 
„ „ 36 „ 164 
„ 37 55 60 
>1 55 3 8 55 r 4 
= 26,0 
= 12,5 
V 
>) 
39 
V 
1,0 
18,3 
54io 
20,0 
4i6 
1,3 
pCt. 
55 
,5 
5> 
51 
Der mittlere Umfang bei Knaben demnach 35,4 Cm. 
Bei 300 Mädchen betrug der Kopfumfang 
unter bis inclusive 32 Cm. 6 mal — 2,0 pCt. 
„ ,) 55 34 )) 3i6 >5 ~ 3856 » 
„ »5 55 36 >1 X 39 >> — 4^3 15 
» » 51 37 11 2 7 1) = 9>o i> 
» >) )) 38 1) 9 i> — 3*o » 
» 11 )) 11 39 )i 3 11 == 3)0 » 
Der mittlere Umfang bei Mädchen nUr 34,7 Cm., also durchschnittlich weniger als bei Knaben. 
Wahrscheinlich kommen daneben noch andere Qualitäten des Schädels in Betracht, deien ge 
nauere Bestimmung unserer Beobachtung weniger zugänglich ist und die sich statistisch nicht wohl ver 
werten lassen, so z.B. die Härte der Schädelknochen, Verschiebbarkeit derselben in denNähten u. s. w. 
Dass der Geburtsmechanismus einen gewissen Einfluss auf das Zustandekommen 
von Dammrissen hat, wenn derselbe auch häufig zu hoch angeschlagen ist, lässt sich 
nicht leugnen. Für die seltener vorkommenden Abweichungen bedarf es allerdings grösserer 
Zahlen, als eine kleine Gebäranstalt sie zu liefern im Stande ist. Soweit unser Material es erlaubt, 
werde ich versuchen, einige Puncte, welche bei der Entstehung von Dammrissen als wirksame 
Momente in Frage kommen könnten, als solche zu constatiren. 
Zunächst ist die grössere Häufigkeit von Dammrissen bei Schädelgeburten in Vergleich 
mit den Beckenendgeburten auffällig. 
Auf 607 Geburten in I Schädellage kamen 390 Dammrisse = 31,3 pCt. 
,, 278 „ „ II „ » 74 i> = 2 ^>o D 
,, 33 ,, „ Beckenendlage „6 „ = 18,1 ,, 
„ 23 „ „ Schieflage „ ,.2 „ = 8, 6 „ 
Bei diesen Tabellen sind 61 Schädelgeburten ohne genaue Angabe des Mechanismus 
ausser Acht gelassen. Die grössere Häufigkeit der Dammrisse bei erster Schädellage ist bei der 
Ungleichheit der Beobachtungszahlen von erster und zweiter Schädellage nicht erheblich genug, um 
darauf Werth zu legen. Bei den Schieflagen wurde durchgängig auf die P'üsse gewandt, demnach kamen
	        

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