Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1873 (Band XX.)

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Melt sie sich bis zum 16., wo sie abends bis auf 39,0° emporschnellte. — Der Puls, 
ungefähr der Temp, entsprechend, 60 — 84. — Die tägliche Harnmenge, wenn der 
Drin alle aufgefangen werden konnte, betrug 900—1000 Ccm., spec. Gew. 1012—1018 
Harnstoffmenge 8—10 Gr. Harn von normaler Farbe; Sediment ohne Gerinnsel; 
kein Eiweiss. .abiuw JoldohWlua naaiiinuiiaanuJ ’fi'iotuirl 
Der Zustand des Pat. blieb ziemlich derselbe, nur war Pat. mehr ausser Bett 
«hd im Stande, kleine Gänge im Zimmer un,d auf dqrn Corridor zu machen. Dabei 
schwellen aber die Unterextremitäten in der Gegend der Knöchel etwas an. Heute 
klagt Pat. auch wieder über Schmerzen in dein noch immer nicht abgeschwolLenen 
rechten Handgelenk. 
ürd. Bettruhe. Eisbeutel auf das, rechte Handgelenk. 
18. Febr. Das Oedem um die Knöchel ist vollkommen Verschwunden, auch 
das rechte Handgelenk ist frei von Schmerzen, jedoch immer noch etwas dicker als 
das linke. K.-T. abends über 38,0° selbst 39,0°, sinkt morgens zur Norm herab. 
P. G4—80. — Die Harnanalyse ergiebt ganz ähnliche. Verhältnisse wie früher,, täg 
liche Menge dieselbe; Harn ohne Eiweiss. 
20. Febr. Das Beiinden des Pat. im wesentlichen dasselbe wie früher; K.-T. 
gestern Abend noch 39,0°, kehrt heute, zur Norm und steigt auch heute Abend nicht 
über 38,2°, P. 72. 
Den Harn lässt Pat. jetzt wieder mehr unter sich gehen und verursacht da 
durch seiner Umgebung solche Unannehmlichkeiten, dass beschlossen wird, ihn im 
Pockenhaus zu isoliren; er wird deshalb rovaccinirt. 
22. Febr. K.-T. ist vollkommen zur Norm heruntergesunken. Appetit gering. 
Sopst keinerlei Beschwerden. Harn immer ohne Eiweiss. 
27. Febr. Die Temp., die schon gestern Abend bis 39,2 U stieg, erreicht heute 
Abend 40,4°, Puls 112, weich, massig voll Subjcetiv klagt Pat. nur über geringes 
Schwächegefühl; sonst ist er durchaus guter Dinge. 
28. Febr. Pat. hat über Nacht Stuhlgang und Urin in’s Bett gelassen. Appetit 
gering, Durst stark. Traurige Vorstellungen versetzen den Pat. in eine weinerliche 
Stimmung. Die objective Untersuchung bleibt vollkommen negativ, nur scheint die 
Milz etwas vergrössert zu sein. Die Zunge ist etwas weisslich belegt und trocken. — 
Die Vaccinepusteln, 6 an der Zahl, sind sämmtlich gut entwickelt. Sie stehen 
diskret, ihre Höfe confluiren nirgends; in der Umgebung keine Entzündung des 
Lymph- oder Venengebiets. 
K.-T, morgens 40,0°, abends 40,8°, P. 100 und 112. 
Ord. Chinin, sulf. 2,0. 
1. März. Pat. lässt in der Nacht wieder einen Stuhlgang von dünnbreiiger 
Konsistenz in’s Bett. Als er gelegentlich der Reinigung desselben aufgerichtet wurde, 
stellten sich nach der Angabe der Nachtwärterin und der Bettnachbarn Muskel-
	        

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