Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1873 (Band XX.)

an frevelhaftigkeit; und ihre rede wird wie der krebs um sich greifen“. Zu diesen gehören 
Flavianos und Eusebios, die, nachdem sie von der Wahrheit ahgeirrt sind, von der priestor- 
würde gestürzt und aller ehre des bischofsamtes fremd wurden, sofern sie von uns allen einmüthig 
schuldig gesprochen wurden und wie durch eine stimme und zunge allgemeinen urteilspruch 
5 empfangen haben: weil sic übertraten, was vordem in Efesos ist festgestellt worden, und weil 
sie als erfinder und lehrer eitler grübeleien {Hs: C,T,' M «r«) auftraten. Ferner, sofern sie über die 
kirchen einen heftigen sturm gebracht, und in die gemüther der gläubigen beunruhigungen und 
lärmen (raube) geschleudert haben, und weil sie nicht gut noch geschickt (mhiräoit) zu weiden ver 
standen: sollte man ausserdem noch zu ihnen sagen: Gehet hin in eurem eignen lichte (d oappaikön) 
io und in der flamme, die ihr emporlodern liesst. Nun, mögen diese die fruchte ihrer woge essen und 
von ihrem frevel satt werden, wie geschrieben steht; wir aber haben festgesezt (lup/ff«,«#*'), in betreff 
unsers richtigen und heiligen glaubens nur das fostzuhalten, was die früher in Nikaia (fol 59' 2) 
und die vor kurzem in Efesos versammelt gewesenen väter beschlossen haben, da wir aus der 
göttlichen schrift jenes erlernt haben: „Verrücke nicht die uralten gränzen, welche deine väter gesezt 
is haben“ [spr. 22,28]: denn man darf zu ihnen nichts hinzusezen noch darf man von ihnen etwas 
wegnehmen. Nunmehr bitten wir eure unbesiegbare macht: ihr wollet mitleid haben mit den 
leibern von uns, die greise geworden, und durch die fahrt auf langem wege und gefahr auf dem 
meere angestrengt, krank und niedergeworfen (sdein) sind, zumal durch die schlechte mischung der 
luft in Efesos; und sie wolle befehlen, dass wir von hier schleuniger] (oakkifaoit) abreisen, be- 
20 sonders wegen der zeitversäumniss, damit ein jeder in seine kirche und stadt zurück gelange und 
für eure lautere (tvccyjg) und christuslichonde königswürde gebete darhringe. 
Und es unterschrieben alle. 
Ende. 
ANMERKUNGEN. 
1. Dieser und der folgende brief ist in einer 7. Die hs. giobt durchgehends innp/og und 
andern übersezung vorhanden im additional ms. vnnnyin, nicht ina^/og u. s. w. 
des Brittischon mus. 12156 fol 52 r col. 1 ff., vgl. 8. Dio metropoliten. 
W. "Wright, catalogue of the Syriac mss. in the 9. Mansi, collect, concil. VI1.21011. 
British Museum II 643. Siehe unten anm. 332. 5 10. Ueber das nachkonsulat s. Antonius Pagi, 
2. Der Syrer übersozt missverständlich: dg dissertatio hypatica, Lugd. Bat. 1682,4° S. 316 ff. 
to AnoaroUxov <söyfxa rij? (ufTtpcf oQ&odilov zur Verbesserung von Mansi, coll, concil. VII, 198 
nieT lu) g n a( , n ,fvkc ix {g. note a. In diesem jahre (499) waren konsuln Pro- 
3. Syrer Toiavms, nur missverständlich. togenes und Asterius (Asturius), s. H. F. Clinton, 
4. Wohl nur Syrische wiedergabo des richti-10 fasti Romani I, 636 II, 202 vgl. G. R. Sievers, 
gen TWV vno T,]v civrtjv dtotxyoiv. Studien zur gcschichto der Rom. kaiser. Borlin 
5. Zusaz dos übersezers? doch s. Mansi, 1870, s. 543. — Zenön und Postumiauos waren 
collect, concil. VII, 197 zeile 5. — M^mo? = die konsuln des jahres 448: a. a. o. 
oAdär. s. 3,3 Avyovarog = oAbi. 11. Der 29. Mesore ist der 22. August nach 
6. Diese Überschrift sollte frühestens vor ab-15 Ideler, handbuch der Chronologie 1,144. Mit 
schnitt II oder vor s. 7,10 stehn. diesem datum stimmen nicht überein 1) das datum
	        

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