Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1873 (Band XX.)

gewesene Synode einverstanden zu sein bekannt bat. Diesen predigen und lehren mit jenen auch 
wir fortwährend (dunthov/uv) denen, welche sich der allerheiligsten taufe darbieten. Für diesen 
nehmen wir es auf uns, alles zu erleiden, und verstehen ihn ebenso, wie die folgenden Väter 315 : 
Damasos, bischof des grossen Rom, Ambrosios von Mediolänon (Mediolönä), Kyprianos 
5 die fackel von Libye; eure gestirno (nahhire) Alexandros, Athanasios und Theofilos; der 
seligste Ignatios (fol 101'), Eustathios, der die synode in Nikaia schmückte; Melet[i]os 
der für ihn [den glauben] oftmals ausserhalb seines sprengels (thömä) weilte; Flavianos der 
das exarchat (reisänüteh) desselben übernahm; Basileios und Gregorios, welche in der diözese 
P on tike’s 318 strahlten; Iöannes und Attikos, welche die stadt des künigthums im hohen- 
lu priesteramte verwalteten; und wenn sonst einer vorhanden ist, der geredet hat, was mit den [worten] 
dieser in einklang steht. Mit diesen [männern] sind wir einverstanden; die [bekenntnisse] dieser 
rühmen wir (doSÜCo/utv)-, diejenigen, welche meinungen, die von diesen abweichen (dalbarr men), 
haben, nennen wir der gnade fremde. Dieses bestätigen alle gottliebenden bischöfe des Ostens. 
Ich bitte nun deine gottesfurcht für den frieden zu sorgen, und keinen anlass zu Spaltung zu 
15 gehen. Denn, für jenen besorgt, haben auch wir das lezthin (viv) von deiner frömmigkeit übersandte 
schreiben (y^ufifiuTa) nicht veröffentlicht (oadnahnan), um nicht ein grosses teuer zu entzünden. Die 
ganze brüderschaft in Christo mit dir lassen wir, ich und die mit mir, vielmals grüssen 308 . 
Dioskoros, hischof von Alexandreia, sprach: Was dünkt eurer gottesfurcht? 
Sollen wir die zwölf kapitel unsers seligsten vater Kyrillos verwerfen? 
20 Die heilige synode sprach: Wer diese verwirft, sei anathema. Wer diese nicht 
ännimmt, sei anathematisiert. 
* * 
* 
[ Lücke: Mit diesem blatt 101 hörte eine läge auf; denn es hat die gewöhnliche Überschrift. Diese 
läge hat jezt nur noch die vier blätter: 98 bis 101. Die ersten blätter (oder das erste?) der folgenden 
läge fehlen hier. Sie enthielten auch die chuhduu' des Dioskoros und Iubenalios von Jerusalem, welcher 
leztere so fortfährt:'] 
(fol 102 r ) [Es gilt] also auch von ihm was geschrieben steht durch den weison Salomon: „Wer 
einen zaun niederreisst, den wird die schlänge heissen [pred. 10,8]“; denn soin frevel hat ihn dor 
30 ehre des bischofsamtes und jeglichem dienste (ltnovQyCa) des priesteramtes fremd gemacht, 
Thalassios, bischof von Kaisareia, sprach: Die jezt verlesenen briefe des 
heiligen und erzbischofs Dioskoros und die in rückantwort an seine heiligkeit von Domnos, 
bischof von Antioch eia, goschriebncn, waren vordem nicht zu unsrer konntniss gekommen. Da 
wir aber nun nachdem ihre Verlesung goschehn ist, dio bedeutung derselben (hailhon) erfahren, und 
»5 erkannt haben, dass sie mit der heiligen vormals hier konstituierten synode hadern, so erachten wir 
D o m n o s dem dienste der hohepriosterwürdo fremd. 
Stefanos, bischof von Efesos, sprach: Bis wohin hat sich Domnos, dor ge 
wesene bischof der stadt Antiochoia, verirrt, nachdem er an der frevelhaftigkeit dosNostorios 
erkrankt ist! Denn dieser hat, indem er seino absicht verstockte, nur darnach (toaoiro, lianä kolloh) 
4u getrachtet, dass nicht öffentlich bekannt würde, was er war. Woil aber die göttlicho Wahrheit übor- 
führerinn jeglicher intrigo ist, hat sie den hier [entstehenden] schaden nicht bis in die mengo hinein 
fliehen lassen! (fol 102 v ). Denn dieweil wir aus den soeben (vir) eurer Seligkeit vorgelesenen 
[briefen] ersehen haben, dass der, der in teuflischer boshoit mit Gott streitet, nicht dio goringsto 
ontschuldigung [für sich] habo: darum soll or eino strafe nach analogic der als Nestorianer bo- 
«5 zichtigten, empfangen, sofern er derselben absezuug wie jene verfällt: dor ehre des bischofsamtes
	        

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