Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1873 (Band XX.)

meinschaft der lauteren Sakramente (tmv äy(>ccvxu>v f*v<ur)QCu>v\ dieweil er aller übel Ursache nach 
Nestorios geworden ist. 
Sözön, bischof von Filippoi, sprach: Ich zwar pflegte von vornherein darum zu 
beten, dass Eirenaios nicht bischof werde, damit zwischen den Schafen kein wolf wohne; und habe 
5 mich fortwährend über die viele langmuth derer, die sich zufrieden gaben {rüv nentus(j.iv<ov)^ geärgert: 
denn offenbare werke der frevelhaftigkeit [waren] jene seine mühen, die er für seinen gesinnungs- 
genossen Nestorios übernommen hat (qabbel). 221 Dass er wegen solchen frevelmuths entweder 
von anfang an nicht hätte [ordiniert] werden sollen, oder, wenn er es geworden war, nicht hätte 
bleiben dürfen: bestimmen ausdrücklich (psiqäoit) die kanones der väter. Möge also der, welcher 
io den Nestorios liebt, mit dem Nestorios [vereint] werden. 
Die heilige synode sprach: Dieses sprechen wir alle; von den frevlern wenden wir 
uns alle ab; von den kezern wenden wir uns alle ab. Gross ist der ausbund (ixkoyi) 
der könige! die von Eirenaios, welcher auf frevelhafte weise [ordiniert] worden, [vollzogenen amts- 
handlungen] sollen umgestossen sein! das von dem kezer Eirenaios [vollzogene] sei umgestossen! 
15 gerecht ist der richtspruch der synode! gerecht ist der richtsprach der barmherzigen könige! dio von 
dem Verbrecher (cäuwälä) geschehenen [ordinazionen] seien umgestossen! was [soll] handauflegung auf 
einem, der zwei weiber nimmt, und auf einem lästerer ? 222 
V. 
Absezung des Akylinos, bischofs der stadt Byblos. ('Bißkos) 
25 Pötios, bischof von Tyros, sprach: Don Akylinos hat dor abgesozto Eirenaios 
zum bischof von Byblos ordiniert (ebad). Da dieser frevelhafter und kezerischcr als Nestorios, und 
wüthiger (hemtänä) als Eirenaios ist (fol 52 v ), so hat er, nachdem er don altar, die kircho und 
die gemeinschaft der priester verschmäht hat, lieber (kad mjaqqar) die freundschaft seines mitkozers 
übernommen; und hat, von uns und von dom frommen und erzbischof Domnos öfters vorgeladen, 
30 sich verborgen gehalten (tassi), sodass der fromme und erzbischof Domnos selbst, mich schriftlich 
ersuchte, anstatt seiner einen andern durch handauflegung zu ordinieren. Es traf sich aber, dass 
die handauflegung verschoben ward, weil wir zu dieser heiligen grossen und ökumenischen synode 
eingeladen wurden. 
Dioskoros, bischof von Aloxandroia, sprach: Akylinos, der ehemalige 
35 bischof von Byblos, welcher, wie von dem gottesfürchtigon bischof P ö t i o s, seinem metropoliton, 
gesagt worden, sich der ehre des priesteramtes fremd gezeigt hat, und, um nicht [mehr] priester zu 
sein, [seinen] posten (r«5*s) in stich lassend, 2,3 dagegen die nachfolgo seines mitkezers Eirenaios 
vorgezogen hat: möge mit dem besagten gemeinschaft halten. „Er wollte den sogen nicht: so möge 
er von ihm fern gehalten werden;“ (Ps. 108,17 LXX) das ist aber: er möge ausgeschlossen worden 
4o von der bischofswürde; indom ferner das selbstverständlich ist (efijXo« oxiog xnl tovtov), dass, falls 
irgend ein andrer der bischöfe unter der regierung (soltänä) Foinike’s, das heisst derjenigen, 
welche unterthanen des gottliebenden bischofs Pötios sind, als kezerisch, und an der kakodoxie 
des Nestorios erkrankt befunden werden sollte, derselbe von dem metropoliton und der mit ihm 
[versammelten] synode abgesezt werde, während er [der metropolit] sich fortan vor der ihn selber 
45 bedrohenden gefahr und dom von dieser heiligen und ökumenischon synode veröffentlichten bofehl
	        

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