Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1873 (Band XX.)

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grosser und gewaltiger (taqqlfa) name gelöscht: denn in allen ständen (moshän), die in ihr sind, 
gieht es niemanden, der sich enthalten hätte (dambarrai men) zu schreien: „Es gieht keine mög- 
lichkeit, dass diese eingeleitete Verhandlung zur ruhe gelange, ehe ihr nicht bericht erhaltet und [ihr] 
einen ausgang gebet.“ Und so peinlich es mir auch war, 125 eurer grosse zu schreiben und [dieselbe] 
5 zu belästigen, so schien mir [doch] nur diess heilung und genesung [von] den übeln, die diese stadt 
fiberfallen (qäm oal) haben, zu sein, dass die Vorfälle zu eurer kenntniss gelangen; und habe ich 
[daher] sorgfältig aufgesezt, wie und woher die begebenheiten bei dem aufruhre veranlasst worden 
sind, und eine beweisaufnahme ,M abgeschickt, welche euch gestattet, davon kenntniss zu nehmen. 
Aber nachdem hierdurch die stadt Ordnung (tokkäsä) angenommen hat, in ruhe ist, und die gewöhn- 
1« liehen [geschäfte] betreibt, hat, nachdem sehr wenige (qallil zeöre) tage verlaufen sind, wiederum 
ein böser dämon (daiwä), was bereits (men qdim) erloschen war, zu wecken sich unterfangen (oetrmi) 
und wird bald (hä) alles zu gründe richten, wenn nicht wiederum ihr und die von euch zu erwarten 
den erlasse im stände sind, das feuer zu löschen; und jene arglistigen [anlangend], so wird dem 
Unheil, das aus ihrem geschrei [entsteht], nur dann einhalt gethan, wenn wiederum ihr diese [schaden] 
15 kennen lernt und ihnen heilung bringet. Alle diese und die vergangenen [data], welche ich schon 
früher (oäf men qdim) eurem eignen erhabnen throne kund gethan habe: bezüglich des basses und 
der mannigfachen foindschaft gegen jenen Hi ha, dessen bischofswürde, und von dem gehütet zu 
werden, sich die bewohner dieser stadt verbäten, sollten sie auch [darüber] alle in’s feuer [des auf- 
ruhrs] gerathen, indem sie unverdrossen wären, jedwedes böse sowohl zu reden wie zu thun, sobald 
2o nur sein name genannt würde: diese [data] genügen. Denn ich halte cs nicht für ungefährlich, euer 
in allem weises gehör noch mehr (djattlrä) zu belästigen, da der aufgenommone und unten niederge 
schriebene [Unterzeichnete?] thatbestand (nQiibs) (fol 24 v ), euch deutlich alles was in der Sache 
vorgebracht worden ist, (r« iv rw nQuy/mat xtxtt'q/uiya) anzeigen kann. Grosse und in allem preiss- 
werthe herren, dass ihr gesund, allzeit triumphierend (nafjjuhe), meine herren (märaija düi) und 
25 förderer der gemeinde (gauwä) bleibot, [darum] bete ich oftmals zu gott, meine grossen und ge 
priesenen herren ! — 
Abschrift der hypomnemata, die verhandelt wurden in Edessa in 
gegenwart: von grosswürdenträgern («bw^nmof) dor stadt, unter denen sich 
komes Thcodos[ios] befand; ferner oben vorzeichneten klcrikern der kirche 
8o derselben stadt Edessa; und von mönchen; sammt den übrigen: 
Derselbe komes Theodos[ios] sprach: Damit (hläf d) in der stadt kein tumult 
statt finde, hin ich gezwungen worden, mich dieser [folgenden mündlichen] berichtcrstattung (mallfänüta) 
zu bedienen. Als nämlich am gestrigen, tage, d. i. der heilige Sonntag, die ganze stadt in der 
heiligen kirche versammelt war, und alle forderten, die gegen Hibä, gewesenen 125n hischof, erhobenen 
» klagepunkte möchten bekannt gemacht werden, und als der gottesdienst [dadurch] unterbrochen 
wurde (betlat), war deine 120 grosse genöthigt gewesen, in die heilige kirche zu kommen, um den 
ganzen tumult zu ersticken; ausserdem (tfi) ward auch ich zu kommen gezwungen, damit die stadt 
immerfort (du! navios) still bliebe. Die aber alle versammelt waren, Hessen sich kaum zum 
schweigen (fol 25 r ) bringen, als deine grosse versprach, ich würde behufs Untersuchung selbiger 
'4o angelegenheit am morgigen tage kommen; und als ich ihnen dasselbe wie deine grüsse verhiess, 
damit die angeregten beschwerden (r« xtxivtifi(yct) abgestcllt würden. Da nun die Verhältnisse in (riö» 
fni Tijf) der stadt in Verwirrung sind (avyxtxvfiivioy), deine grosse aber sieht, dass wir nicht stille, 
oder in unsern häusern sizen bleiben dürfen, so bin ich, zumal indem ich das bereits (men qdim) 
von dem in allem grossen und mächtigen stratelates des Orients und apohypatön ,2 ’ befohlene, 
<5 berücksichtigte, welcher, um den frieden der stadt besorgt, uns jeden tumult zu unterdrücken befahl, 
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