Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1873 (Band XX.)

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-wir in dieser stadt aufgehalten werden, bringt allen gottesfürchtigen und heiligen bischüfen [und] 
auch den heiligen kirchen schaden. Aber nicht bloss das; sondern der barmherzige und christus 
liebende könig wünscht, dass bald die ahreise (mappqänä) dieser Versammlung stattfinde, um be 
stimmt zu wissen, welche maassregeln zu ergreifen sind (oailein d metpamsän). Da es nun für die 
heilige synode wohl schicklich und angemessen wäre, — denn durch die abgesandten gottesfürchtigen 5 
bischöfe Olympios von Euaza, Iulian[os] vonHypaipa; und Montanios, diakon von Afro- 
disias, und Eufronios, diakon von Laodikeia, sind der gottlicbende bischof Iulianos, 
der ehrerbietige diakon [IT] i 1 a r i o s, welche die stelle des heiligen und gottliebenden Leon, erz- 
bischofs von Rom, ausfüllen, ermahnt worden und haben es abgelehnt, sich mit uns zu ver 
sammeln — so meine ich, es ist nicht nütliig, dass die Sache verschoben werde, 10 sondern es mögen, io 
falls die heilige synode befiehlt, die Verhandlungen ihren fortgang nehmen (nhallkon socräne, 
ßuJcZtiv tJe 7iQ(tU‘s) damit nicht auch die hier anwesenden mönche durch Verzögerung (tuhhäjä) be 
lästigt werden. 
[Lücke: An der ersten läge der syrischen Handschrift fehlen hier drei blätter\. 
[loanrißs, presbyter und erster der notare, Zas:] 
(fol 8') Die selb sther sehenden Kaisares Theodosios und Valcntinianos, 
die sieges herlichen sieger, immer anzubetenden Auguste: an die heilige synode 
zu Efesos: 2 o 
„Viele berichto von leuten in Edossa und der hyparchie Ozrocne sammt den akten“ — 
und das übrige, was oben 20 geschrieben ist. 
Iöannes, presbyter und erster der notare, sprach: Mönche, welche aus der stadt 
Edossa sind, stehen draussen und sagen, sie hätten oberherliche schreiben [&cXa ynüuLun«) mitge 
bracht. Was befiehlt also eure heiligkeit in betreff ihrer? %-> 
Eusotyios, bisch of von Ankyra der Ersten Galatia, sprach: Die gottesfürchtigen 
bischöfe Fötios, Eustathfios] und Uran[ios] mögen sagen, was es ist, das sie in der saclie 
des.Hiba verhandelt haben (octtzic lhön) und was von ihnen disputiert worden. Da aber der gottes- 
fürchtigo presbyter und erste notar Iöannes oborherlicher schreiben erwähnung gethan hat, so 
mögen die gottliebenden mönche eintreton, damit der heiligen synode die schreiben der barmherzigen so 
könige, die an sie gerichtet worden, (InntfduTai) bekannt werden. 
Als dieselben mönche eingotreten waren, las Iöannes der presbyter 
und erste notar: 
(fol 8 V ) Die selbethersehenden Kaisares Theodosios und Valentinianos, die 
siogesherlichon sieger, immer anzubetenden Auguste: an Iaköbfos]. 21 ss 
Eurer barmherzigkeit ist nicht entgangen, in was für einem kämpfe (nyiör) gottesfürchtige 
heilige und (so) archimandriten aufgetreten (qämu) sind, indem sie im lande (hoatra) des Orients 
für den wahren glauben kämpfen, und sich von gewissen bischüfen desselben landos des Orients, 
die an der frevelhaften ansicht des Eostorios kranken, abwenden, während ihr, der gottliebcndcn 
archimandriten, beistand gläubige laien sind. Da wir nun wollen, dass in allem der richtige glaube 40 
erglänze (tehwe msamhä), so schien es uns deswegen gerecht (zcdqäoit), dass auch deine frömmig- 
keit, die sich durch sittenreinheit und rechten glauben auszeichnet (näshä), an den kalenden des 
August nach Efesos, der stadt Asia’s komme, an der heiligen synode die dort nach bestimmung 
(oettsimat) zusammentreten soll, theilnehme (tetoemen) und mit den andern heiligen vätern [und] 
bischöfen, was Gott wohlgefällig ist, verhandle. 45
	        

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