Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1873 (Band XX.)

und Übersichtlichkeit eine änderung. Richtig zu übersezen war ich oft nicht 
im stände, ohne vorher auf mir fremden gebieten sachlichen bescheid geholt 
zu haben. Woher ich diesen erhielt, theilen die anmerkungen mit, welche 
nur den zweck haben, die übersezung in einzelnen fallen zu begründen, 
und nicht etwa einen vollständigen kommentar geben sollen. Die tlieile der 
Syrischen handschrift, welche Griechisch vorhanden sind, habe ich Griechisch 
abgedruckt, aber mit denjenigen lesarten versehen, die mir in dem original 
des Syrers gewesen zu sein scheinen; dabei bin ich in der Scheidung dessen, 
was dem Syrischen übersezer zuzuschreiben ist, von dem, was in seiner 
Vorlage stand, nicht allzu ängstlich gewesen. Alle abweichungen von den 
bisherigen Griechischen texten sind durch Sternchen angedeutet. In eckigen 
klammern im Deutschen und Griechischen texte stehen worte, für welche die 
Syrische handschrift kein besonderes äquivalent bietet; in den runden, die 
Syrischen oder Griechischen äquivalente selbst. 
Die handschrift, die mir vorlag, zu beschreiben, ist nicht noting, da 
diess W. Wright in seinem catalogue of Syriac manuscripts in the British 
museum Part II. seite 1027 unter no. DCCCCV genügend gethan hat. Schreib 
fehler fand ich in derselben nur wenige; wo sie lücken hat, ersieht man aus 
meiner übersezung. 
In den Syrischen Wörtern sind die uns fremden buchstaben so um 
schrieben: o — oalaf, c = ee, h = heit, t = teit, ß [einige male blieb s 
stehn] =-= fiade, q = qof, s = sin. Dopplung eines konsonanten nach etymologic 
und lautgesezen ist durchgängig bezeichnet; der unterschied harter und weicher 
aussprache ist, um die drucklegung zu erleichtern, nur bei p und f, die 
halbvokale sind gar nicht berücksichtigt. 
Das register der eigennamen verdanke ich dem Heisse des stud, tlieol. 
und phil. herrn Dührkop. 
Auf meine briefliche bitte sah prof. W. Wright noch einmal die Syrische 
handschrift für ein paar stellen an: aber ich danke ihm nicht bloss dieses, 
sondern vor allem den traulichen verkehr mit ihm im Brittischen museum 
und, wie so mancher andre Deutsche, auch in seinem gastlichen hause in 
Ladbrokc Grove, an den oft während der lezten beschäftigung mit diesen 
kirchenakten liebe erinnerungen mich freundlich gemahnt haben. 
G. HOFFMANN.
	        

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