Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1873 (Band XX.)

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die eigenen Ansichten Kaiser Friedrich I. oder II. etc. unterzuschieben suchte. Die 
Kieler Professoren Arpe und Mayer waren in dieser Richtung sehr thätig 
K. B. 85—87. 
De tribus irnpostoribus sive de imposturis religionumn.85,16 Bll. 4.,bezeichnet 
ex bibliotheca J. F. Meyeri. Die Kieler Bibliothek erhielt dieses Exemplar 1835 von 
dem Candidaten Herrn. Wolf. Statt Meyeri soll es wohl Mayeri heissen. Auf Bl. 2 
ist bemerkt: Conf. Neue Zeitungen von Gel. Sachen 1716 p. 59. 62. 192. Ex literis 
j. Paltenii ad C. Wormium 1695 dat. De transmissa scheda nefandi scripti. — Bb 
3'beginnt der Text ohne Eintheilung in Paragraphen: Deum esse, eurn eolendum 
esse — ßl 11 a quo currere incepisti. Desunt quaedam, ut constet aliquem — Bl. 
16b. Testimonia eorum qui extra ecclesiam judaicam vel christianam sunt etc. 
Reliqua desunt. —n. 86, 24 Bll. 4. Auf einem ungezählten Blatt ist bemerkt ex 
bibl. Mayeriana in Eugenii princ. Sabaud. delatum, a Jo. Aymonio gallice redditum- 
Die Notiz ex literis Joh. Phil. Palthenii ad Christ. Wormium 1695 dat. steht in 
dieser Abschrift am Schluss Bl. 22—24. — n. 87, 56 SS. 4. Die Nachricht ex literis 
Palthenii steht hier voran S. 5—9 nach den Titelblättern. Auf dem Titelblatt ist 
nach de imposturis religionum bemerkt: Diesen Titel hat das Manuscript gehabt, so 
in J. Fr. Mayers Bibliothek gewesen und der Prinz Eugenius vor 50 Thlr erstanden, 
aber so vollständig als dieses nicht ist. Verwiesen ist auf Reimanni catalogus biblioth. 
theolog. p. 980. 981. Auf P. 2. S. 39 der Handschrift n. 87 ist am Rande bei den 
Worten: ut constet bemerkt: „Dieses ist eigentlich das Fragmentum libri de tribus 
irnpostoribus.“ 
Joh. Friedrich Mayer, auf den die drei Mss. sich beziehen, war dem Namen 
nach mehrere Jahre Professor in Kiel von 1699 an, hatte aber daneben mehrere 
andere Aemter, er starb in Stettin 1712. Ein Leben des unruhigen seltsamen Mannes 
in Klose Lexicon der hamburg. Schriftsteller. B. 5. S. 89 u. 1. Unter seinen 1716 
in Berlin verkauften Büchern und Schriften soll handschriftlich die Schrift: de tribus 
irnpostoribus oder de imposturis religionum gewesen, aber, nach den neuen Zeitungen 
von geh Sachen auf 1716 S. 62, nur zum Ansehen, nicht zum Verkauf, das Manu 
script soll für den Prinzen Eugen von Savoyen gekauft sein. Die Schrift ist gedruckt 
in zwei seltenen antisupernaturalistischen Manuscriptenj, Pendants zu den 
Wolfenbüttelschen Fragmenten. Berlin (nach Genthe: Giessen) 1792, in 12. S. 1—34. 
In diesem Berliner oder Giessener Druck ist bemerkt: Descriptum ab exemplar! 
mspto, quod in bibliotheca Jo. Fr. Meyeri theol. D. publice distracta Berolini a 1716 
deprehensum et a principe Eugenio de Sabaudia LXXX Imperialibus redentum fuit. 
(Statt Meyeri soll es Mayeri heissen.) Der Druck geht nur bis: a quo currere 
coepisti. F. W. Genthe hat die Schrift de imposturis religionum Leipzig 1833 mit 
Einleitung herausgegeben, sie ist in diesem Druck in 29 Paragraphen getheilt
	        

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