Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1873 (Band XX.)

18 
1796 in Schleswig starb; sein Brudersohn Gabriel Friedrich Schreiber von Cronstern, 
schenkte diese Handschrift des Nepos der Kieler Universitätsbibliothek. 
K B. 40. 
0 v i d i i libri tristium in 4. Einundfunfzig Pergamentblätter. Die Schrift aid 
dem letzten Blatte gehört nicht dem Ovid an. Die Handschrift beginnt Bl. la- 
Ohne Titel: Parve nee invideo sine me liber ibis in urbem. Bl. 50: Laudat et 
hortatu comprobat acta sua und von derselben Hand folgen die Verse: 
Einito libro sit laus et gloria Christo 
Fxplicit iste liber capiat sua jura magister 
Non viscit liber actor nam primus bister 
Ilium depressit nec ab illo fine recessit 
Scriptoris inunus sit bos bonus aut equus unus. 
Explicit liber de tristibus 
Guellerinus 1 ) rosti scripsit istum librum. 
Jede Seite hat regelmässig sechsunddreissig Zeilen Text und ausserdem Inter 
linear- und Marginal-Erklärungen, die erstem enthalten Wort-, die andern auch Sach 
erklärungen. Die untere Hälfte des ersten Blattes fehlt, sie wird abgerissen sein, es 
ist ein neueres Blatt eingeschoben, auf dem der Text ohne Erklärungen steht. Jede 
Elegie besinnt regelmässig mit einem rothen Buchstaben. Auf Blatt 9b hat Vers 39 
der neunten Elegie des ersten Buchs: At mea sunt auch einen rothen Bucbstaben. 
Auf Blatt 11 beginnt lib. 2: Quid mihi vobiscum. —, auf Bl. 19 beginnt lib 3. Der 
Anfang der vierten Elegie des ersten Buchs, der achten, der zehnten und elften 
Elegie des liber 3., so wie die zweite, sechste und neunte Elegie des lib. 4., und die 
erste von lib. 5. haben keine rothen Anfangsbuchstaben. 
Auf dem vordem Deckel des Bandes steht inwendig: Pertinet iste liber Ovidii 
de tristibus collegio bonorum virorum juxta portarn sancti Victoris, auf Bl. 2 unten 
steht: Petavius. 
Auf Bl. 51b und dem Deckel ist ein Pergamentblatt enthaltend eine in 
französischer Sprache geschriebene Urkunde, deren Schluss lautet: „Le Lundi XVI 
jour de Septembre lan mil un trente et sept. H, Delestana.“ Sanct Ilpice und Com* 
broude, zwei Orte im südlichen Frankreich, sind in der Urkunde genannt. 
Nach Niebuhrs Urtheil gehört die Handschrift dem dreizehnten oder vierzehnten, 
nach Detlefsen dem dreizehnten Jahrhundert an, wahrscheinlich ist sie französischen 
Ursprungs. 
) Vielleicht Guillermus, die Buchstaben sind undeutlich.
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.