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Gen. 12. Aquila ßriss.
24. A. pennata Gm.
(S.-S.-O.) Soll eimal in der Lausitz vorgekommen sein (Tobias N. 1851 IV. S. 50.) — (Drei
Exemplars bei München geschossen: Schlegel.)
25. A. Bonelli Temm.
*
(S.J Dem Gebiet fremd.
26. A. naevia Briss.
Nicht sehr empfindlicher Sommervogel der östlichen Gebietshälfte, besonders der Pommerschen
Seeplatte. Die Häufigkeit seines Vorkommens steht mit der Zahl und Ausdehnung im Walde gelege
ner Seen, Brücher und sumpfiger Wiesen in ziemlich geradem Verhältniss, da er einerseits vorzugsweise
von Fröschen lebt, und andererseits so echter Waldvogel ist, dass man ihn fasst nie in grösserer Ent
fernung vom Walde sieht.
Interessant ist das gänzliche Fehlen dieser Art im westlichen Gebielstheile. Während sonst
fast alle Zugvögel in Deutschland im Allgemeinen der Richtung von Nord-Ost nach Süd-West im Herbste,
sowie der entgegengesetzten im Frühjahr folgen, scheint der Schreiadler direct ein südöstliches
Winterquartier aufzusuchen. Trotz seiner relativen Häufigkeit im Osten ist er auch auf dem Zuge in
Westfalen nie, in Oldenburg und am Rhein nur einige Male erlegt worden.
Der Schreiadler ist früher wohl vielfach übersehen worden. Hierfür sprechen unter Anderem die Mit
theilungen in GToger’s schlesischer Fauna, nach welchen er dort seltener sein soll, als der Steinadler —
ferner die Angaben Naumann’s über ihn. 35 ) Für die Lausitz führt Tobias ihn an, für Anhalt Balda-
xnus. — In Oberschlesien fand Verf. ihn als Sommervogel brütend, wenn auch viel weniger häufig, als z. B.
in der Provinz Brandenburg. Auch in Mecklenburg fehlt er nicht. Es scheint mithin die Elbe als ungefähre
Verbreitungsgrenze der Art gelten zu können, während als äusserste südwestliche Vorpostenstation die Harzgegend
zu betrachten wäre, wo B1 a S i U S ihn noch fand.
27. A. Chrysaetos L. = F. fulvus L.
Der Steinadler ist im westlichen Gebielslheil schon längst als Brutvogel ausgerottet und in den
wenigen Massenwäldern der nordöstlichen Ebene (und des schlesischen Gebirges?), welche er bis in die
jüngste Zeit in zählbaren Pärchen als Strichvogel bewohnte, demselben Schicksale nahe.
Er wird für die Vogelfauna des Gebiets bald nur noch als (meist Winter-) Gast gelten können,
kommt aber auch im westlichen Gebietstheile alljährlich noch in einigen Exemplaren vor, wenn auch
weit seltener, als H. albicilla.
Nach Gloger in Schlesien „nicht eigentlich selten;' im Sommer in den Gebirgswäldern bis in die
Schluchten unter der Holzgrenze“. — Das Verdienst der Publicirung der neuesten Brutvorkommnisse dieser Art
in Hinterpommern gebührt bekanntlich den Herren Hintz I. und Wiese.
35 ) Vergl. Naumann (N. d. Vögel Deutschi. B. I. S. 221). Ueberhaupt sind die Angaben Nau
mann’s über die Verbreitung der Vögel in Deutschland, welche die ersten Bände (aus den zwanziger Jah
ren) enthalten, noch vielfach unzuverlässig (vergl. z. B. F. aesalon, F. (jyrfalco u. A.), während die späteren Bände
(Sumpf- und Wasservögel aus den dreissiger Jahren) in dieser Richtung einen bedeutenden Fortschritt zeigen.

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