andere Horste — eine Behauptung, die dem nicht gewagt erscheinen wird, welcher die auffallende
Art, in welcher der Fischadler seinen Horst baut, kennen gelernt hat. — Die unmittelbare Nähe der
Ktiste scheint der Fischadler zu meiden.
Die einzige Angabe über ein Brüten dieses Vogels im westlichen Gebietsteile fand Verf. N. 1853
S. 53. Nach derselben soll in Oldenburg „mitunter ein Paar brüten“. Tobias (N. 1851, IV. S. 5l) lässt
ihn in der Ober-Lausitz nicht brüten. Auch in Oberschlesien faffd Verf. ihn nicht, doch soll er dort brütend
vorgekommen sein.
Gen. 9. Circaetos Vieill.
19. C. gallicus Grnel.
Sehr seltener, aber ziemlich durch’s ganze Gebiet verbreiteter Sommervogel, der nur im nord
westlichen Theile noch nicht beobachtet wurde. 33 )
Pfalz (A. V. Homey er). — Westerwald: (Pr. Max Z- Wied). — Pommern: (N. 185 7 III,
S. 114). In der Ober-Lausitz „regelmässig und nicht zu selten brütend“. (N. 1851 IV, S. 51). In Schle
sien nicht seltener (?) Sommervogel ( Gr 1 Oger). In Oberschlesien vom Verf. beobachtet. — In der Provinz
Preussen: (Boeck in V. Viehbahn’s Statistik).
20. C. hypoleucos Fall.
(S.-O.) Im Gebiet nie beobachtet.
Gen. 10. Pernis Cuv.
21. P. apivorus L.
Empfindlicher 34 ) Soramervogel, durch das ganze Gebiet, jedoch fast überall selten vorkommend;
am häufigsten wohl noch in einigen Gegenden Thüringens, z. B. bei Coburg (Behrens). Steigt hoch
in’s Gebirge (Schauer). Auch Verf. fand ihn im Rheinischen Gebirge bis 2000' U. M. brütend.
Gen. 11. Ihiteo Bechst.
22. B. vulgaris Bechst.
Strichvogel; durch das ganze Gebiet häufig und deshalb von hervorragender Bedeutung für die
Reducirung der Feld- und Wald-Mäuse.
23. Lagopus Brünnich.
Regelmässiger Wintervogel des östlichen und centralen, unregelmässiger des westlichen Ge-
bietstheils. Da er den Wald (und wie es scheint, auch das Gebirge) nicht liebt, auch geselliger und
im Winter vielfach häufiger, als der Vorige ist, so erscheint seine Bedeutung für die fruchbareren wald
losen Ebenen des centralen und östlichen Gebietstheils fast noch grösser.
Journ. f. Ornith. 1859 S. 51 wird behauptet, dass er im Taunus gebrütet habe. Die Boeck’sehe
Tabelle in V. Viollbahn’s Statistik führt ihn auch für Preussen als Brutvogel auf. Beide Angaben sind
nicht darnach angethan, seine Aufführung als „Brutvogel des Gebiets“ hier zu rechtfertigen.
33 ) Nachträglich sah Verf. in der schönen Privatsammlung des Herrn Zollraths Glimmann zu Münden
Exemplare, welche im Lüneburgischen (bei Celle) vom Horst geschossen sein sollen.
34 ) Unter unsern Raubvögeln wohl der empfindlichste.

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