Endlich sind von den
rund 210 (genau 211) Brutvögeln,
„ 80 ( „ 82) an’s Wasser gebunden und
„ 130 ( „ 129) vom Wasser unabhängig.
Von den Letzten sind wieder:
rund 70 (genau 67) Sommervögel,
40 ( „ 43) Strichvögel,
„ 20 ( „ 19) Standvögel
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Dass von den 210 in irgend einem Theile des Gebiets „heimathsberechtigten“ Arten nur ein
sehr kleiner Theil wirklich überall (etwa mit Ausnahme der höchsten Gebirgslagen) das ganze Jahr
hindurch vorkommt, ergiebt sich aus den Tabellen. Zunächst fallen für viele Gegenden die 80 an’s
Wasser gebundenen Arten fort. \on den übrigen Species verleben 70 nur die warme Jahreszeit bei
uns und es bleiben im Winter nur die 60 Stand- und Strichvögel. Aber selbst von diesen bewohnen
z. B. die meisten unserer Gebirgsgegenden nur die in den Tabellen unter Tribus I. A. a. I. II. V. VI.,
b. I. II. III. IV. VII. IX. und ausserdem noch die unter Tribus II. A. b I., sowie die Hälfte der unter
Tribus 1. B. X. aufgeführten, in Summa etwa 60 Arten während des Winters — also etwa nur \ der
im Gebiet heimathsberechtigten, $ der im Gebiet vorgekommenen, T '„ der europäischen
Arten.
Von dieser Minimal-Zahl (rund 50 Arten), welche jeder nicht zu klein gegriffene Gebietsteil
zu jeder Jahreszeit mindestens beherbergt, kann nun die Artenzahl der einzelnen Gegenden — je nach
dem man grössere Zeitperioden und grössere resp günstiger situirte Terrains in’s Auge fasst, bis zu
den obigen, die Vogelfauna des ganzen Gebiets repräsentirenden Zahlen ansteigen. Man wird mit
Hülfe der Tabellen für jede Gegend leicht eine Specialfauna entwerfen können, 30 ) aus welcher sich er
gibt, welche Arten in derselben nach dem zeitigen Stande unserer Kenntnisse vermutlich regulair Vor
kommen dürften und dann die Wissenschaft durch Mitteilung etwaiger bestimmt beobachteter Ab
weichungen — positiver wie negativer — wesentlich zu fördern im Stande sein!
.au'Aw'v ."1 ei»; tatrall»* feft ,fi 30 ) Bei etwaigen Zweifeln wäre die Art im speciellen Theile aufzusuchen und das dort Mitgetheilte zu
vergleichen. Auch ist dabei zu berücksichtigen, dass manche der Arten, welche in der betreffenden Gegend nicht,
wohl aber in einem anderen Theile des Gebiets brüten sollen, für jene Gegend dennoch regelmässige Durchzugs
oder Wintervögel etc. sein können — wie sich Solches eben aus dem spec. Theile näher ergiebt. — Es sei
hier z. B. nur an Saxicola Rubetra erinnert, welche für Westphalen und Rheinland regelmässiger und häufiger
Durchzugsvogel ist, dort aber gar nicht oder nur ausnahmsweise' brütet, während letzteres östlich der Elbe überall
regelmässig und häufig geschieht. Aehnlich verhalten sich Jiudromias Morinellus, Anthus Spinoletta u. m. A.

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