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Auf allen drei Wegen gelangte ich also zu keinem Resultate.
Indem ich diese interessanten Betrachtungen schliesse will ich noch zwei
tboretisch möglichen Wege in Erwähnung bringen um vielleicht doch aus Toluylen
und unterchloriger Säure den zweiatomigen Toluylenalkohol zu gewinnen.
Einmal würde man Toluylenchlorhydrin mit saurem kohlensauren Kali be
handeln, dann das andere Mal mit essigsaurern Silber.
1. 0« H,
C» H«
C H
C ft H, -
01 _|_ 00 0 0 müss t e geben
OH
0 H
C ß H 5
2. C, H,
a H,
C H
C1 4-
OH +
C H
C 2 Hs 0
Ag
0 müsste geben
0« H, -
C 6 H,
C H
C 2 H 3 0 0
OH
C H
Im zweiten Falle hätten .wir dann einen Essigäther; dieser mit Ammoniak zer
legt würde den Toluylenalkohol und das Amid der Essigsäure geben.
Denn:
C fi H 5 -
Co H 5
0 0
H)
+ H
Hl
N giebt
C 6 H 5 - C H
OH
OH
C 0 H 5 — 0 H
Toluylenalkohol
+ c ;
H
2 H 3
H
O } N
Acetamid.
In welcher Weise jedoch obige theoretische Bildungweisen der Wirklichkeit
entsprechen, darüber bin ich ausser Stande augenblicklich Mittheilungen zu machen;
erst neuere Untersuchungen werden hierüber Aufschluss geben.
Greifswald im Februar 1869.

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