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Es wurde zunächst der Analyse unterworfen:
0,795i Grin, gaben mit Kalk geglüht 0,7350 Bromsilber.
(Das Oel war im Vacuum über Schwefelsäure getrocknet worden).
Hieraus berechnet sich die Formel:
C28 H22 Br.3 Gefunden
C 326 56,2 —
H 22 3,7 —
Br. 240 40,i 39, 6
240 100
Das Oel ist ein syrupartiges, dunkelbraun gefärbtes, in Aether und Weingeist
leicht lösliches, auch in der Kälte nicht krystallisirbares, Liquidum. Es riecht sehr
penetrant nach Brom, stösst beim blossen Stehen an der Luft Bromdämpfe aus und
ist eine unbeständige, äusserst leicht zersetzbare Verbindung.
Verbindung C 28 II 22 Br. 3 mit Silberlösnng.
Sie wurde in Weingeist gelöst und mit einer weingeistigen Lösung von salpeter
saurem Silberoxyd unter Erwärmung in Berührung gebracht; Bromsilber schied sich
ab und zwar äusserst leicht. Bei einem quantitativ ausgeführten Versuche gaben
1,476 Grm. 0,8474 Bromsilber, woraus sich der Bromgehalt zu 24,4 % berechnet. Die
Porrnel, die oben aufgestellt ist, verlangt jedoch 40,1 % Brom; im Filtrate befand sich
wiederum Bromtolan bei 204° schmelzend; also hatte der Weingeist in der Wärme
die Verbindung zerlegt
Verbindung C 28 II 22 Br. 3 mit weingeistigem Kali.
Sie wurde ferner mit weingeistigem Kali im zugeschmolzenen Rohr behandelt
und 4 Stunden lang auf 100° C erwärmt. Die hierbei entstandene Flüssigkeit wurde
mit Wasser ausgefällt, mit reiner concentrirter Salzsäure neutralisirt und mit einer
weingeistigen Lösung von salpetersaurem Silberoxyd vermischt; Bromsilber fiel nieder.
1,0487 Grm. gaben 0, 8 94 Bromsilber und entspricht 37,24 % Brom. Beim Zusatz
der Salpetersäure hatten sich ölige Tropfen ausgeschieden, diese wurden abfiltrirt und
in heissen absöluten Alkohol gelöst, aus welchem sie in langen, feinen, gelben Nadeln
krystallisirend, sich als lolan erwiesen. Der Schmelzpunkt desselben liegt bei 60° C*
Im Filtrate war auch diesmal wieder Bromtolan.
Ein grosser 1 heil vom Oel wurde nun nochmals mit weingeistigem Kali ver
mischt und am untern Ende eines Kühlers vier Stunden lang erhitzt. Die Färbung
bei Zusatz des Kali war anfangs eine gelbliche, ging dann in eine schöne violette
und beim Erhitzen in eine purpurrothe über. Nach dem Kochen wurde die Flüssig
keit mit Nasser vermischt um das hierbei entstandene Bromkalium zu lösen; am Boden
setzte sich bald ein dunkelroth gefärbtes Oel ab, welches mit Alkohol vermischt beim
Erwärmen sich vollständig löste und sehr bald aus dieser Lösung heraus krystallisirte.

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