Full text: Schriften der Universität zu Kiel aus dem Jahre 1869 (Band XVI.)

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Hieraus ergiebt sich, dass bei allen Analysen ein Verlust von Brom einge 
treten ist 
Berechnet 
Ci4 Hu Br.3 
C 168 40^ 
H 11 2,6 
Br. 240 57, 3 
419 100, 0 
Hiermit ergebe^ sich die Differenzen bei I. 12, 9 %; bei n. 2,i °/o; bei III 2, 3 %• 
Die Filtrate wurden mit Wasser gefällt, sogleich fielen^ölartige Tropfen zu Boden, 
welche in heissem absoluten Alkohol gelöst sehr bald aus demselben herauskrystalli- 
sirten. Die Krystalle, bei 204° schmelzend, erwiesen sich als Bromtolan; hieraus er 
klärt sich also sehr einfach die Differenz der obigen Analysen, indem der Weingeist 
die Verbindung zersetzt, und eine um so grössere Differenz wird bemerkbar, sobald 
die Substanzen (natürlich in Lösung) erwärmt werden. 
Silberoxyd hingegen wirkt auf gebromtes Bromtoluylen äusserst gering ein, 
selbst in der Wärme; im zugeschmolzenen Rohr auf 150° C erhitzt, musste mehrere 
Tage lang erwärmt werden, um nur Spuren von der Verbindung 
C 6 Hs - C H 
Br. 
* Br. 
Ce Hs — C Br. 
in Bromtolan überzuführen. 
Gebromtes Bromtoluylen mit Weingeist im zugesclunoizcncn Rohr. 
Schon beim Urakrystallisiren der Verbindung mit Weingeist war ein Steigen 
des Schmelzpunktes der Krystalle, indem die schon oben erwähnten gelblich gefärbten 
Nadeln, entstanden, bemerkbar; noch mehr durch die Differenz der Analysen auf 
merksam gemacht, suchte ich die Zersetzungen näher zu studiren. Es fand sich auch 
sehr bald, dass schon beim mehrstündigen blossen Kochen, unter Zutritt der Luft, 
die Verbindung 
Gefunden 
"T ll ITT. 
44,66 ; 55,72; 55,0 
C 6 Hs — CH 
C 6 Hs 
Br. 
Br. 
C Br. 
ne 
vollständig zersetzt wurde.
	        

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