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Für die Auffassung der Verdoppelung der Formel des Toluylens, spricht auch die
Dampfdichte, sie wurde von Greville Williams = 6,02 gefunden, für die Formel
C 6 Hs
H
berechnet sie sich zu 6,23.
Das auf obige Weise gewonnene Toluylen wurde nun zur Darstellung der
Bromverbindungen in Aether gelöst und mit Brom vermischt, so lange auf Zusatz
desselben noch deutliche Wärmeentwickelung wahrnehmbar war. Hierauf wurde das
entstandene Bromtoluylen, Toluylenbromid
Cs Hs —
Cs Hs
C H
Br.
Br.
H
bis zur Entfärbung mit Aether ausgewaschen und dann mit heissem absoluten Alkohol,
in welchem es äusserst schwer löslich ist, gekocht. Ueber Krystallform, sowie sonstige
Eigenschaften, verweise ich auf die Angaben Limpricht und Schwanert’s. 1 )
Destillation des Tolnylenbromids.
C6 H5
C6 H5
C H
Br.
Br.
: H
Es wurde der trocknen Destillation unterworfen, das Thermometer stieg sehr bald auf
200° C, die Masse färbte sich hierbei gelb von entweichendem Brom; Bromwasserstoff
entwich und die Temperatur stieg so hoch, dass das Thermometer entfernt werden
musste.
In der Vorlage befanden sich ein gelbliches Oel und eine gelbliche krystallinische
Masse. Beides wurde mit siedendem Alkohol behandelt, ein Theil jedoch nur gelöst.
Der Rückstand wurde von Neuem mit siedendem Alkohol behandelt und filtrirt,
sofort fielen kleine violett erscheinende Blättchen zu Boden, bei 216 — 218° C
schmelzend.
’) Annalen d. Chemie und Pharmacio. 145. 334.
(Den Schmelzpunkt des Bromtoluylens geben dieselben auf 235° C an).

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