von kleinen Blättchen, sondern immer in derben, grossen, dem hexagonalen System
angehörigen Krystallen.
Ueber Krystallform, sowie Löslichkeitsverhältnisse des Toluylens, verweise ich
auf die Angaben Märkers, 1 ) Den Schmelzpunkt giebt derselbe auf 120° C, Fittig auf
119,5° C. Das Toluylen könnte also folgende Formel haben:
C 6 Hs -CH
l
lässt man jetzt Brom einwirken, so erweist die Analyse, dass nur 1 Atom Brom auf
genommen wird; man würde also erhalten:
T , •: „ , , v ^ (fl ■ < I - •' i * ■■ ■ '■. , , ; /,*, J, I,
Ce Hs — c H Br.
I
also eine um eine Einheit noch ungesättigte Verbindung, da diese nicht wahrscheinlich
ist, so verdoppelt man diese Formel und erhält folgende Zusammensetzung:
Ce Hs — C H
I =
Ce Hs - c H
Die Kohlenstoffwerthigkeiten der Methyle binden sich hier 1 : 1, die Verbindung ist
also um zwei Werthigkeiten ungesättigt; das hinzugefügte Brom füllt die Werthigkeiten
aus; das Toluylenbromid hat also folgende Zusammensetzung:
Ce Hs —
Ce Hs -
C H
Br.
Br.
0 H
Das Brom wirkt nicht allein additionell auf das Toluylen, sondern auch substituirend.
Bei der Darstellung des Toluylenbromids aus Aether oder Schwefelkohlenstoff, Brom
und Toluylen, erhält man auch das gebromte Toluylen
C 6 Hs — C H
I l
Ce Hs — C Br.
also auch eine um 2 Einheiten ungesättigte Verbindung, fügt man jetzt Brom hinzu,
so wirkt dies addirend, man erhält das gebromte Bromtoluylen
C 6 Hs
Ce Hs -
C H
Br.
Br.
Br.
*) Annalen d. Chemie u. Pharmacie. 140. 239.

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