solche die grossen Gelasse an der Convexität. Auch von den gyris liess sich die
pia mit grosser Leichtigkeit, abtrennen •, die Ventrikel waren summt und sonders be
trächtlich dillatirt, und enthielten klare wässerige Flüssigkeit. Das Ependym der Ven
trikel war ein wenig dick und derbe, aber glattj die Hirnsubstanz irn Ganzen etwas
zähe, trocken und von geringem ßlutgehaltc; Die Aussenfiäehe der dura der medulla
spinalis zeigte starke Fäulnissimbibition; die Dicke der Dura war ganz normal, die
innere Fläche durch Imbibition blassroth. ln der Pia sassen irn untern Dorsal- und
Lenderitheil sehr zahlreiche kleine Knorpelblättchen, sonst war die Pia vorn und
hinten blass. Irn oberen Dorsaltheile befand sich eine Erweiterung des Centralcanals
in der Ausdehnung von 5 Centimeter. Das Mark hatte überall normalen Umfang,
nur im oberen Halstheile, in der Gegend der Halsanschwellung, und unmittelbar dar
unter war das Mark glatt und fühlte sich hart an. Genau an dieser Stelle fand man
in einer Ausdehnung von 5 Centimetern eine derartige Erweiterung des Centralcanals,
dass man leicht eine sehr dicke Sonde im Durchmesser von 4 mm. in ihn hinein-
-bringen konnte. Der Centralcanal verengte sich nach oben und unten hin ziemlich
plötzlich zu dem normalen Lumen. Die Innenwand der Höhle war glatt und fest,
hn üebrigen zeigte das Mark sowohl nach Farbe als Consistcnz durchaus normale
Beschaffenheit. Um die Hydromyelie herum war die Substanz sehr bleich und etwas
dicht. Die medulla oblongata und der pons zeigten keine Veränderungen. Ausser
dem fand man an der Leiche einen ausgedehnten decubitus saeralis.
Nach der Section ergab sich noch nachträglich eine schwachgräuliche Zeich
nung an den Wandungen des sinus longitudinalis posterior, und wurde graue Degene
ration der Hinterstränge vermuthet; jedoch Sicheres war nicht festgestellt worden
Mikroskopischer Befund.
(De Langenbuch.)
Derselbe fiel nicht sehr reichhaltig aus, da erst längere Zeit nach der Section
an dem Spirituspräparat untersucht wurde 5 es liess sieh jedoch feststcllen, dass ein
zelne körnehenartige Körperehen vorhanden waren, die als Körnchenkügelchen aus-
zuspreehen man wohl berechtigt war. Ausserdem fanden sich viele Gholestearin-
Krystalle und viel Fett vor, ohne dass man jedoch diesem Befunde einen Werth
beilegen konnte, da die Auflassung desselben als nachträglich entstanden zu nahe
lag. Von dein Cylinderepitheliuin des Centralcanals, welches sich fast in allen andern
•Fällen uriverzehrt fand, war nichts Sicheres mehr nachzuweisen, wohl auch kaum
nach den Manipulationen, die mit dem Präparat gemacht worden waren und der
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