Die Hvdromyelie, wohl auch Hydrorrhachis internus genannt, kann sehr verschieden
artige Ursachen haben. Zunächst muss man pathologisch anatomisch, wie dies auch
schon Rokitanky gethan, zwei verschiedenartige Formen annehmen:
1) eine Hydromyelie mit gleichzeitiger Spina bifida, so dass die Wand des er
weiterten Centralcanals die innere Bekleidung der äusserlich sichtbaren Ge
schwulst ausmacht. Hier Hessen sich wieder je nach der Beschaffenheit
und der Zusammensetzung des Sackes verschiedene Formen unterscheiden,
worauf einzugehen jedoch für unsern Fall kein Interesse hat. Zu erwähnen
ist noch, dass Oscar Schüppel diejenige Form von sackförmiger Hydror
rhachis int; mit Spina bifida bei diffuser Erweiterung des Gentralcanals
hervorhebt.
2) eine Erweiterung des Centralcanals mit Anfüllung von Flüssigkeit mit mehr
weniger Verdünnung des Marks an der betreffenden Stelle. Jene ist die
häufigere, diese die seltenere Form. Abgesehen hiervon lassen sich ätiolo
gisch der Form nach angeborene und erworbene Hydromyelie unter
scheiden. Die Hydrorrhachis interna bei geschlossener Wirbelspalte scheint
immer nur eine partielle zu sein; nie wurde bis jetzt dieselbe über das
ganze Rückenmarck sich erstreckend befunden. 3 ) Der hier vorliegende Fall
reiht sich unter Nr. 2 und ist unzweifelhaft, wie sich aus dem Späteren
ergeben wird, als zufällig erworben zu betrachten.
Zur Geschichte und Literatur.
Es ist entschieden manches, was von den älteren Auctoren zur Hydromyelie
gerechnet worden ist, mehr weniger zu ganz anderen krankhaften Vorgängen zu
«) Siehe auch Lenhosek: Oeaterreiohische Zeitschrift für practiaehe Heilkunde. 5. Jahr
gang 1859 p. 53.

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