entsteht, im Vorigen betrachtet haben, so handelt es sich jetzt für uns um die
Symptome, durch welche wir dieselbe erkennen können.
Im Anfangsstadium wird dies Leiden sehr schwer diagnosticirbar sein, da der
Verlauf ein chronischer ist und oft Jahre darüber hingehen, bis die Erweiterung so
weit vorgeschritten ist, dass wir sie mit Bestimmtheit erkennen können.
Die ersten Klagen der Patienten beschränken sich gewöhnlich auf dyspeptishe
Beschwerden 5 sie sind nach der Mahlzeit von Sodbrennen befallen, leiden an saurem
Aufstossen. Das chronische Erbrechen ist für die Diagnose schon wichtiger, gewöhn
lich tritt es bald nach dem Essen, mitunter jedoch einige Stunden nach eingenommener
Mahlzeit ein. Häufig fühlen sich die Kranken durch das Erbrechen sehr erleichtert,
Un d dies ist namentlich dann der Fall, wenn der Magen zuvor übermässig angefüllt
War - Unter Umständen aber gewiss sehr selten wird das Erbrechen gänzlich fehlen;
We nn es eintritt pflegen in der Regel colossale Massen erbrochen zu werden. Ich
land von Magendie einen Fall angeführt, wo ein / 2jähriger Patient in wenigen Minuten
a Us einem enorm vergrösserten Magen 2 grosse Eimer voll ausbrach. Bei etwas vor
geschrittener Gastrectatsie werden die Kranken über ein unbestimmtes Gefühl von
Vollsein und Bedrängtwerden in der Magengegend beim Arzte klagen.
Stuhl Verstopfung ist eine häufige Combination bei der Magenerweiterung: da
Mageninhalt mangelhaft entleert wird und daher nur wenig in den Darm gelangen
känn, so wird dieser Theil des Verdauungsapparates in der Regel collabirt gefunden.
Maassgebend für die Diagnose bleibt aber allein die physikalische Untersuchung
Und diese ist heutigen Tages so ausgebildet, dass ein höherer Grad von Gastrectasie
n ' c ht wohl übersehen oder mit einem andern Krankheitszustande verwechselt werden kann.
Die Adspection zeigt in manchen fällen schon eine mit der Convexität nach
Abwärts gerichtete Hervorwölbung unter den Hypochondrien, an welcher sich dann
Ull d wann peristaltische Bewegungen wahrnehmen lassen und die oft weit über den
^abel hinabreicht. Diese Geschwulst kann sogar, wie schon oben bemerkt, in einer
Auftreibung und Ausdehnung über den grössten r l heil des Unterleibes bestehen. Zu
weilen findet man die epigastrische Grube tief eingesunken, und zwar nach beträcht
licherer Entleerung des erweiterten Magens, indem alsdann die obere Partie desselben
gänzlich collabiren kann; dadurch lässt sich die scharf markirte Grenze des Magens
häufig niit blossem Auge bestimmen, besonders nach unten, w r o die grosse Curvatur
Gütlich vor der den meist leeren Darm enthaltenden Unterbauchgegend prominirt.
Bei leichter Palpation hat man das Gefühl, als ob man mit den Fingern auf
eir >em elastischen, luftkissenähnlichen Gegenstand herumführe. Bei Succussion des
Magens wird das so bezeichnende gastrectatische Plätschern erzeugt, und zwar wird
dies besser gehört, wenn der Magen nicht zuvor durch Erbrechen entleert war.
Die Percussion ergiebt je nach der Füllung des Magens wechselnde Resultate.
Soweit Flüssigkeit der vorderen Magenwand anliegt, ist der Schall absolut leer,

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