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Ai s ich mir obiges Thema zum Gegenstände für meine Doetordissertation wählte,
war ich von den Schwierigkeiten, die sich mir bei einer eingehenden Behandlung des
selben entgegenstellen würden, in der Weise noch nicht unterrichtet, als ich es augen
blicklich bin Sogleich ist es mir aufgefallen, wie wenig bis jetzt die Literatur uns hier
über liefert, und dies hat mich um so mehr Wunder genommen, da diese Erkrankung
des Malens, so lange ich die Klinik zu Kiel besucht habe, sehr häufig daselbst erkannt
und diagnostic^ worden ist; Beweis genug dafür, dass dieselbe zu den Leiden des
menschlichen Organismus gehört, mit denen wir in der Praxis oft zu kämpfen haben.
Es scheint mir desshalb nicht ganz uninteressant, einige genauere Untersuchungen
über die Gastrectasie anzustellen, nachzuforschen, wodurch dieselbe entsteht, die
Symptome derselben zu prüfen und die Therapie festzustellen. Für die letztere hat
die Neuzeit uns ein ebenso hübsches als geniales Verfahren in die Hand gegeben
Unter Gastroectasia versteht man, wie schon das Wort sagt, eine Ausdehnung,
eine Erweiterung des Magens, welche die normalen Grenzen dieses Organes über
schreitet. Dass °eiue derartige Ectasie wiederum erst als secundäre Folgekrankheit
und zwar meistens aus anderen organischen Veränderungen eben dieses Organs
entspringen' muss, scheint mir auf der Hand zu liegen. Sowohl ein chronischer
Magenkatarrh, wie eine Stenose des Pförtners werden gleichmässig bei längerem Be
stehen zu einer allmähligen Magenerweiterung führen müssen. Unzweckmässige
und schädliche Nahrung mag wie zu jenen ursächlichen Krankheiten, so auch zur
Gastrectasie am häufigsten Veranlassung werden. Dass wir bei der ärmeren Klasse
der Bevölkerung die Krankheit so oft auftreten sehen, scheint mir daher ziemlich
erklärlich, weil diese Leute gezwungen sind, ihre Leibesnahrung ausschliesslich auf
Mehlspeisen und Kartoffeln zu beschränken, während dieselben von animalischen Nah
rungsmitteln wohl kaum etwas anderes, als, Milch gemessen können, und desshalb
ihren Magen zur Befriedigung des Nahrungsbedürfnisses mit einem grossen Volumen
dieser an Albuminaten armen Nährstoffe anlüllcn und ausdehnen müssen. Dieselbe
Wirkung wird selbstverständlich die gewohnheitsgemässe Vielfresserei und Völlerei

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