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** ährend unter normalen Verhältnissen das Blut stets in einem conlinuirlichen Strome in den Venen
A'esst und nur an den Einmündungsstellen der Hohlvenen in das Herz Wellenbewegungen in denselben
v orkommen, finden sich in krankhaften Zuständen nicht selten remittirende und intermittirende Strömungen
in der einen oder anderen Venengruppe. Besitzen diese Wellenbewegungen eine nicht zu kleine Itensilät
u nd die Venen, in denen sie stattfinden, eine nicht zu geringe Anfüllung mit Blut, so schwellen die letzteren
a| temirend an und ab und bieten dem Gesicht und dem aufgelegten Finger ein ganz ähnliches Bild und
ein ganz ähnliches Gefühl dar, wie pulsirende Arterien. Die Aehnlichkeit wird um so grösser, wenn
fre Wellenbewegung nach dem Rhythmus der Bewegungen des Blutes in den Arterien stattfindet; und
s °ll von diesen allein in Folgendem gesprochen werden. Ausser Acht wird daher die zweite Form von
Wellenbewegungen gelassen werden, nämlich die, welche nach dem Rythmus der Athembewegungen
Ut| d bedingt von diesen erfolgt.
Diejenigen Wellenbewegungen in den Venen also, welche nach dem Typus der Arterienwelle
erfolgen, können nun durch zwei ihrer Natur nach ganz verschiedene Ursachen bedingt sein. Erstens
n ämlich kann das Herz durch seine Contractionen nicht allein in den Arterien, sondern auch in den Venen
eine Welle erzeugen (Pulsation der Venen); zweitens kann der Abfluss des Blutes in den Venen wechsels-
Vy eise gehemmt und wieder frei gegeben sein, .wodurch ebenfalls Wellenbewegungen und unter günstigen
Umständen An- und Abschwellen der Venen bewirkt wird (Undulation der Venen).
1, Pulsation der Venen.
Wie gesagt, kommt der echte Venenpuls zu Stande durch eine direct vom Herzen erzeugte
frutwelle. Der direkt vom Herzen erzeugten Welle stehen aber augenscheinlich zwei Wege zu den Venen
fr° offen: einmal durch die Arterien und Capillaren hindurch zu den Venenwurzeln, dann direkt durch
e * n nicht oder nur mangelhaft verschlossenes ostium venosum in den Vorhof und die grossen Venenstämme.
Ueber die erstere Form von Venenpuls lagen bis vor kurzer Zeit noch keine genaueren Beob-
ac htungen vor. Ward ') und Davis*) erklärten allerdings von ihnen beobachtete Pulsationen der Venen
') London, medic. Gaz. Juni 1832.
’) Dublin, Hosp. reports. Volume IV.

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