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ari dem Pigmentmangel sah, überzeugten diesen Forscher seine Untersuchungen davon,
dass der Albinismus partialis eine reine Farbenveränderung der Haut mit Pio-rnent-
m angd im Auge sei ohne functionelle Störung der betreffenden Parthien. Nach
dun kommt sowohl ein Auftreten neuer Flecken, als auch ein Wachsthum
der bestehenden im Laufe der Zeit vor, während Bärensprung dies läugnet
Auch bietet die Farbe verschiedene Nuanyen dar, sie ist bald glänzend, schnee-, milch-
°der bläulichweiss, bald ohne Glanz und die Flecken stechen dann nur wenig von der
Ur ngebenden Haut ab, sie mahnen an eine normale blasse Haut. Mitunter ist die
Peripherie der pigmentlosen Inseln stärker gefärbt, als der übrige Körper. Interessant
lst nach Simon das Verhalten der Haare; meist ändern sie an den ergriffenen Stellen
'dre Farbe, und wird sogar das kurze, krause wollartige Negerhaar dem der Europäer
ähnlich. —
Was das Vorkommen des Albinismus betrifft, so kann er sowohl angeboren
a ' s später acquirirt sein. Er tritt in allen Lebensaltern bei weissen, wie bei farbigen
Pucen auf. Brünette Individuen sollen dazu mehr disponirt sein, als solche von hel
lem Teint. Nach Levi werden Männer 3 mal so häufig befallen, als Frauen.
Als Ursachen führt Simon ausser verschiedenen Krankheiten Verbrennung,
Pundebiss, Operationen und heftigen Schrecken an. Operationen, Hundebiss und Ver
brennung sicher mit Unrecht, da es sich hier nicht um einen Pigmentschwund ohne
Veränderung der normalen Hauttextur handelt, sondern um Narbenbildung, bei wel
ker die in der Haut normal vorhandenen Gebilde: der Papillarkörper, die Haare und
die Talgdrüsen gleichmässig ergriffen werden, also die Haut ihre normale Beschaffen
heit eingebüsst hat. Derartige Farbenveränderungen können daher nicht hierher ge-
re chnet werden.
Levi leugnet im Gegensatz zu Simon, dass moralische Eindrücke den par-
tle llen Pigmentmangel hervorrufen und zählt dagegen unter die begünstigenden und
v °ranlassenden Momente alle Zustände , durch die Achromie erzeugt worden, Syphi-
hs und Morbus Addisson, bei welchem letztem albinistische Verfärbung 12 mal beob-
a °htet wurde.
Die Erblichkeit ist noch nicht festgestellt, doch kommen nach Simon bezüg
liche Fälle vor und sogar durch 3 Generationen pflanzte sich der Albinismus par
tialis fort.
Als unterscheidende Charaktere des Albinismus Partialis von der Vitiligo
st «Ut Bären sprung folgende hin:
,,Die Flecke beim Albinismus sind vollkommen und gleichmässig weiss; bei
„der Vitiligo sind sie marmorirt, indem sich weisses narbenartiges Gewebe
„netzförmig durch die stärker pigmentirte Haut zieht.“
„Beim partiellen Albinismus sind die auf den Stellen stehende Haare
„weiss; bei der Vitiligo fallen die Haare aus und regeneriren sich nicht wieder.

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