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i^ie totale Querruptur einer durchaus normalen Aorta, in Folge
l ndirecter Gewalt ist eine so seltene, und in der Literatur, soweit mir selbige zu
Gebote stand, noch nicht verzeichnete Verletzung, dass es sich lohnt einen derartigen
zu veröffentlichen. Wenn ich nun zugleich eine Betrachtung der pathologisch-
anatomischen Verhältnisse aller Aortenrupturen daran knüpfe, so thue ich das in der
Absicht, die Bedeutung eines solchen Falles gegenüber den andern und zum Theil
Ve( 'ht häufigen Arten von Aortenrupturen deutlich darzulegen.
Der grösseren Mehrzahl von Rupturen der Aorta liegen schon lange vorher
bestandene Erkrankungen der Gefässhäute zu Grunde. Hier kommen die End-
a °rtitis deformans und ihr Folgezustand, das Aneurysma, in Betracht. Ausser
dem mag hin und wieder eine von benachbarten Organen auf die Aorta übergegriffene
krebsige Entartung, 1 ) oder eine Anätzung von Eiter, der das Gefäss umspülte,
ei nen zerstörenden Einfluss auf die Gefäss wand ausgeübt haben, ln einem Falle
(Grisp. 2 ) hatte ein seit 10 Tagen im Oesophagus steokengebliebener Knochen eine
Glceration der Aortenwand mit Ausgang in Beratung verursacht. Eine Ruptur
der aufsteigenden Aorta in Folge eines „py aern i sch en Abscesses“ beobachtete
Gebert, 3 ) welcher auch eine acute Arteriitis als Ursache zu Aneurysmenbildung
fiir möglich hält. Auch bei jener nicht häufigen (erst 52 mal beobachteten) in ganz
0, genthümlicher und constanter Weise vorkommenden V erengerung und Obliteration
der Aorta an der Einsenkungsstelle der Ductus Botalli sind Rupturen mehrmals
beobachtet. Und kein Wunder, denn es wirken hier mehrere Factoren zusammen um die
Möglichkeit einer Ruptur herzustellen. Für einmal ist die Beschaffenheit des oberhalb
der Stenose gelegenen Aortenstückes zuweilen eine sehr dünnwandige und rigide.
Mat sich nun die Collateralbahn für das Aortenblut unvollkommen entwickelt, oder
') Einen Fall siehe Virchow, Handb. der spec. Pathol, u. Therap. V. Bd. 2te Ahthl.
pag. 455.
2 ) Crisp, Krankh. d. Blutg. A. d. Engl. Berlin 1849.
3 ) Virchow, ibid. p. 348.

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