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16-/6. Das corp. mob. war wahrscheinlich dem Nagel entschlüpft, wenigstens
!st es beweglich wie früher.
19/6. Abermalige Annagelung, die von Neuem' misslingt.
24/6. Letzte Annagelung, welche glückt.
4./7. Nagel extrahirt. Fremdkörper adhärent. Hydropischer Erguss in’s Ge-
lenk. Gefensterter Gypsverband mit Gummibinde. —
Das Annageln selbst hat dem Kranken nie Schmerz verursacht, trotzdem kein
Chloroform angewendet worden, nur am Abende nach der jedesmaligen Operation
traten solche in unbedeutendem Maasse auf. Patient hat während des ganzen Ver
laufes keine P’iebererscheinungen gezeigt, es ist auch nie Eiter aus dem Stichkanal
herausgetreten.
Am 31./7. wird er geheilt entlassen. —
y i T a.
Verfasser dieser Abhandlung, der Candidat der Medicin Emil Harder, Sohn
des Kreisgerichtsrath Harder in Angerburg, geboren zu Heilsberg in Ostpreussen
a üi 23. März 1844, genoss seine Schulbildung zum grössten Theil an dem Gymnasium
Zu Lyck. Michaeli 1865 mit dem Maturitätszeugniss von dem Gymnasium zu Rasten-
^ Ur g entlassen, widmete er sich während der ersten vier Semester in Berlin dem
Studium der Medicin. Das fünfte Semester brachte er an der Universität Halle a./S.
Zu > woselbst er auch das Tentamen physicum bestand, und siedelte dann nach Würz
ig über. Nachdem er während der Herbstferien 1868 die geburtshilflichen und
§ynäcologischen Curse an der Gebäranstalt zu Prag gehört hatte, bezog er die Uni
versität Kiel, wo er nach beendetem Quadriennium am 20. Juli 1869 die Doctorprüfung
Bestand.

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