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Es leuchtet ein, dass diese in der gesammten hierin einschlägigen Literatur
gefundenen 5 Fälle keinen Anspruch auf den Namen „Statistik“ zu machen haben,
und doch, möchte ich behaupten, sprechen sie mehr zu Gunsten wie zu Ungunsten
der Methode. Denn Alquie’s und Sy me’s missglückte Versuche lasse ich einfach
desshalb nicht gelten, weil sie nicht das von Dieffenbach angegebene, sondern nur
e in ähnliches Verfahren anwandten. Alquie will den Körper mit Nadeln festgenagelt
haben. Die Worte an sich bekunden schon das Ungereimte dieser Modification, denn
eine Nadel ist nicht zum Nageln bestimmt, und wenn man sich einmal von der
knochenharten Consistenz der meisten Gelenkkörper überzeugt hat, wird man einsehn,
dass die Fixation an den Condylus selbst, durch Weichtheile und Fremdkörper hin
durch, auf diese Weise ungemein schwierig, wo nicht unmöglich, sein muss. Die
adhäsive Entzündung zwischen Gelenkmaus und Condylus selbst bleibt aber die Haupt
sache der ganzen Operation, desshalb konnte auch Sy me kein günstiges Resultat
erzielen, obgleich er den Körper 3 Wochen lang mit einer Nadel festhielt.
Es bleiben also noch die drei von Dieffenbach selbst mit glücklichem
Erfolge ausgeführten Operationen übrig, und ich schätze mich glücklich, durch die
Büte des Herrn Professor Esmarch in der Lage zu sein, zu Ehren dieser halb ver
gessenen Methode noch vier weitere mit günstigem Ausgange operirte Fälle veröffent
lichen zu können.
Dass der eine von Dieffenbach mitgetheilte hall eine Eiterung im Gelenk
zur Folge hatte, darf uns um so weniger von dieser Methode zurückschrecken, als
Vv * r heute wirksamere Mittel besitzen, um heftigen Reactionen vorzubeugen resp.
s * e zu bekämpfen. Als solche sind vorzugsweise die absolute Ruhe, die Anwendung
v °n Kälte und die Compression nach Auftreten eines Hydarthros zu nennen, zu welchem
Behuf wir den Gypsverband, den Eisbeutel nach Fensterung des vorigen und die
elastische Binde besitzen. —
Ich will nun die Verfahrungsweise, wie sie von Herrn Professor Esmarch
Bei der Annagelung der Gelenkkörper in den vier, weiter unten näher zu beschreibenden
Bällen, geübt wurde, kurz anführen,
Da sämmtlichen Festnagelungen ein Versuch der subcutanen Incision voraus-
8 e gangen war, musste natürlich jeder etwa vorhandene Reizzustand abgewartet werden,
e Be man an einen neuen Eingriff denken konnte. Zu dem Zweck wurde ein Gyps-
Ve rband angelegt, und nachträglich ein grosses, die ganze vordere und seitliche Partie
Kniegelenkes blosslegendes Fenster ausgeschnitten. (Dieses würde übrigens auch
111 dem Falle zu thun sein, wenn diese Methode primär, ohne einen andern Versuch,
111 Anwendung käme, denn nach Einkeilung des Nagels dürfte das Gelenk um keinen
Breis mehr bewegt werden.) War man eines relativ intacten Zustandes des Gelenkes
v ersichert, so schritt man zur Operation selbst, wobei es sich zuerst um Fixirung des
^elenkkörpers handelte. Derselbe konnte in allen Fällen an den Condyl. feinor. extern.
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