(3)
17.
Vs. Patient hat die Nacht gut geschlafen. Die Geschwulst ist so gross und verhält sich
ganz so, wie vor der Operation und fluctuirt deutlich. Allgemeinbefinden gut.
Puls nicht beschleunigt. Druckverband.
/5. Die Geschwulst- nimmt an Umfang ab. Die Stichöffnung pominirt weni<>- und ist
etwas röther; Fluctuation nicht mehr deutlich.
10 /5. Die Geschwulst wird allmälieh kleiner, die Stichöffnung ist nicht mehr hyperämisch.
12 /5. Die Geschwulst ist stabil geblieben. Patient wird entlassen.
Es liegen schriftliche Mittheilungen vor, dass der Patient vollständig ge
wesen ist.
•A? II. Catharina Meins, 22 Jahr alt aus Hamfelt bei Trittau. Aufg. 7 /«. 58. (cfr.
Fig. 1)
Eiterhaltige Halscyste, entstanden aus einem Atherom der Gefässscheide.
Vor 2 J /4 Jahren hernerkte Patientin, nachdem sie 8 Tage zuvor an heftigen
Halsschmerzen und Beschwerden beim Schlingen und Sprechen gelitten hatte, eine
kleine Geschwulst an der rechten Seite des Halses. Anfangs erbsengross, wuchs die
selbe langsam und allmälieh bis zur Grösse einer Faust. Jodtinctur, graue Salbe ohne
Erfolg.
Ostern 58 machte der Tumor rapidere Fortschritte füllte alsbald das ganze
obere Dreieck des Halses rechterseits aus, und dehnte sich, den M. sternocleidomastoi-
deus verdrängend, mehr und mehr nach hinten aus und verursachte besonders Nachts
oxacerbirende, heftige Schmerzen. Kurzathmigkeit tritt nur beim raschen Gehen,
Treppensteigen u. s. w auf.
Die Geschwulst bietet deutliche Fluctuation dar, ist nach den Seiten leicht be
weglich und von normaler Haut bedeckt, die überall in Falten aufhebbar ist.
16 A 58. Punction, Entleerung von circa 10 Unzen einer gelblichen, trüben Epithelien
und Eiterkörperchen enthaltenden Flüssigkeit und Jodinjection.
Nach 14 Tagen wiederholte Operation (mit Ausspülung). Laut brieflicher
Hittheilung ist sie vollständig genesen.
III. Anna Flügge, 16 Jahr alt aus Kiel.
Atheroma colli. Seit iy 2 Jahren hat sich in der rechten obern Halsgegend
oine Geschwulst entwickelt, welche nun die Grösse eines Schwaneneis erreicht hat,
deutlich fluctuirend; ihre hintere Hälfte ist vom rechten Kopfnicker bedeckt, in der
Tiefe ist sie angeheftet, wahrscheinlich an die Scheide der grossen Gefässe.
%. 61. Punction mit einem Trokar entleert 2 Unzen einer hellgelben, milchigen oder
seifenwasserartigen Flüssigkeit, welche viele Epithelien, Fettkörperchen und
. Cholestearinkrystalle enthält. Der assistirende Arzt hatte während des Aus-
fliessens die Kanüle aus dem Sack herausgedrängt. Prof. Esmarch bemerkte dies
zum Glück, als er die Jodlösung injiciren wollte, daran, dass die Lösung wieder
bei der Kauüle hervordrang und unterliess desshalb die Injection. Die Stich-

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