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dieses Qperationsverfahrens auf. Die Extirpation der Cysten, welche eine grosse
Gewandheit von Seiten des Operateurs erheischt, ist mit vielen Gefahren ver
bunden. Die Atheromcysten sitzen den Gefässscheiden auf, und selbst dem geschick
testen Operateur kann das Unglück passiren, die vena jug. anzuschneiden und dadurch
tödtliche Verblutung und Lufteintritt in die Venen herbeizuführen. Ausserdem kann
die verletzte Vene den Ausgangspunkt pyämischer Processe bilden; zuweilen ist die
vena jug. durch einen kleinen Ast mit der Cyste verbunden, und diesen Ast hielt
B. v. Langenbeck in einem Fall für einen ßindegewebsstrang. Er durchschnitt ihn,
und es erfolgte eine copiöse Blutung die glücklicher Weise gestillt wurde und weiter
keine nachtheiligen Folgen hatten. (Langenbeck’s Archiv Bd. 1. S. 26). Es kann
unter Umständen die Unterbindung der grossen Halsgefässe notlhwendig werden. In
der Regel muss die Gefässscheide erötfnet werden, und es ist dann immer Phlebitis
zu fürchten. Die Eiterung kann in einzelnen Fällen sehr lange dauern, und es ist
die grösste Vorsicht nothwendig, dass nicht Eiterverhaltung und Eitersenkung eintritt.
1 rotz dieser Gefahren, welche die totale Extirpation mit sich bringt, wird sie doch
von B. v. Langenbek als die beste Methode empfohlen, sowie es auch in den neuen
Lehrbüchern der Chirurgie geschieht. B. v. Langenbeck führt an, dass die Punction
dieser Cysten mit nachfolgender Jodinjection sich ihm als völlig nutzlos erwiesen
hat. Von dem Herrn Geh. Med.-Rath Esrnarch ist jedoch diese Methode mit den
glücklichsten Erfolgen angewandt, und es dürften die auf der hiesigen Klinik erreichten
Badikalheilungen, wie sie am Schluss aufgeführt sind, Anlass geben, in ähnlichen Fällen
dies Verfahren einzuleiten, zumal da es so wenig Gefahren mit sich bringt, während
die Exstirpation dieser an sich so wenig schädlichen Geschwülste doch immer eine
der bedeutendsten und gefährlichsten Operationen ist. Schon der Operationsact bei
der Injection hat selbst für die furchtsamsten Patienten wenig Abschreckendes; die
Operation verursacht fast keine Schmerzen, ruft im Körper gar keine Reactionserschei.
Uungen hervor, bringt den Patienten weder durch gefährliche Zufälle bei dem Acte
S( dbt, noch später durch profuse Eiterung und V erjauchung in Gefahr und hat den
den Vortheil, dass die Kranken in kurzer Zeit geheilt entlassen werden können. Es
ist znweilen nöthig, zum zweiten oder dritten Male zu punctiren, aber man kann dann
a Ueh auf eine sichere Heilung hoffen, so dass man nach Verlauf einiger Zeit auch
üicht die geringsten Spuren des Uebels wahrnehmen kann. Man nimmt zur Injection
gewöhnlich die Jodpräparate und ihre Lösungen in Wasser und Alcohol, ersteres ge
wöhnlich mit Zusatz von .Todkalium, um die Auflösung zu erleichtern.
Auf der hiesigen Klinik ward in der Regel Lugoe’sche Jodflüssigkeit nach
*°lgender Formel angewandt:
Jodi puri
Kalii jodal au 1,25
Aq. dest. 30,0

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