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angeborne Halscyste angeführt, die von Jules Roux durch Punction und Jodinjection
geheilt wurde. Line zweite in der Gegend des Akromion wurde ebenfalls geheilt.
In demselben Jahrgang (ßd. IV. S. 334) sind 3 Beobachtungen von Dupuy angeführt,
wo die Cysten mit Einspritzungen von Jodlösung behandelt wurden. Leider ist die
Diagnose unvollständig angegeben. Der erste Fall betrifft eine 42jährige Frau; Die
Geschwulst erstreckte sich im Verlauf des Kopfnickers vom proc. mastoid, bis zur
clavicula. Im zweiten Fall , wo die Cyste sich bei einer 42jährigen Frau nach
dem Entwöhnen ihres 13. Kindes schmerzlos entwickelt hat, wird dieselbe durch den
Koptnicker eingeschnürt, drängt den Larynx nach links, fluctuirt deutlich und verur
sacht Unbequemlichkeiten beim Schlucken und heisere Stimme. Die entleerte Flüssig
keit enthielt Cholestearinkrystalle und zahlreiche, runde granulirte Zellen, ln diesen
beiden Fällen war die Punction subcutan gemacht. Der dritte Fall betrifft einen
18jährigen Menschen. Die Cyste sitzt auf der linken Seite des Halses, überschreitet
die Mittellinie beträchtlich, bietet alle Erscheinungen einer heftigen Entzündung dar,
wird eröffnet und durch Injection von Jodlösung nach l 1 / 2 Monaten geheilt. Eine
angeborne, conglomerirte Halscyste, die als von der Schilddrüse ausgehend betrachtet
wnd, ist in Cannstatts Jahresbericht (1858. ßd. IV. S. 11.) kurz angeführt. Im Jahr
gang 1859 (ßd. IV. S. 325.) finden sich 2 von Balassa beobachtete Cystengeschwülste
aus der submentalen und seitlichen Halsgegend. Im ersten Fall bemerkte ein lßjäh-
riges, gesundes Dienstmädchen seit mehreren Jahren eine schmerzlose Geschwulst
untei dem Kinn, die sich allmälich bis zur Grösse eines Kindskopfs ausdehnte. Die
jetzt sackförmige Geschwulst erstreckte sich in der Mitte vom Kinn bis. zum oben»
Rand des Kehlkopfs, hob den Loden der Mundhöhle mässig empor, war weich,
elastisch, deutlich fiuctuirend und entleerte durch Punction 8 Unzen einer gelblichen,
eiweissähnlichen Flüssigkeit. Lach der Function, sowie nach einer später vorgenom-
menen Incision erfolgte ein Recidiv. ßalassa will Jodinjection versuchen. Der zweite
lall betrifft einen 28jährigen gesunden Mann, der seit 2Jahren hinter dem Unter-
kieferwinkel eine kleine, allmälich bis zur Grösse einer Faust herangewachsene Ge
schwulst besass. Dieselbe fluctuirte deutlich, reichte seitlich vom Zitzenfortsatz bis
zum Kehlkopf, wurde durch den sternocleidomastoideus in 2 Hälften getheilt und
entleerte durch Punction 4 J /2 Unzen einer sulzigen, dicken Flüssigkeit. Zwei Fälle
von Dermoidcysten sind in Langenbeck’s Archiv für {klinische Chirurgie näher be
schrieben. Der erste lall (ßd. I. S. 14.) fand sich bei einem 17jährigen Mädchen an
der linken Seite des Halses. Eröffnung des Sacks, Injectionen, Einlegen eines elasti
schen Katheters und Durchlegen eines Haarseils hatten nicht zum Ziele geführt. Die
Geschwulst, welche auf der vena jug. int. sass, wurde mit ausgedehnter Ablösung der
Vene exstirpirt, und es wurde Heilung erzielt. Der zweite Fall, eine Dermoidcyste
auf der Gefässscheide der vena jugularis, zeigte sich bei einem 20jährigen Mädchen
an der linken Seite des Halses: \on Dieffenbach war die Exstirpation versucht und

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