Von den verschiedenen Geschwulstformen, die an den Scheiden der grossen Hals-
gefässe, besonders der vena jugularis int. sitzen, sind die von Geh. Rath B. v. Lan-
genbeck im Archiv für klinische Chirurgie beschriebenen Atheromcysten, namentlich
in operativer Beziehung, von besonderer Bedeutung. Es werden daselbst die Bezie
hungen derselben zu den Gefässscheiden und die daraus für die Exstirpation erwach
senden Schwierigkeiten genauer erörtert (Bd. I. pag. 53 ff.).
Diese Cysten kommen im Allgemeinen ziemlich selten vor, und es existiren nur
Wenig genaue anatomische Untersuchungen über diesen Gegenstand, so dass wir über
die Pathogenese wie über die pathologische Beschaffenheit der Cysten noch ziemlich
hn Dunkeln sind. Einige Fälle sind überdies so mangelhaft beschrieben, dass man
nicht recht weiss, in welche Kategorie von Geschwülsten man dieselben stellen soll.
Dr. E. Gurlt hat in seiner Monographie über die Cystengeschwulste des Halses
44 Fälle von serösen Cysten ausserhalb der Schilddrüse und 22 Fälle von angebor
en Cystenhygromen gesammelt und zusammengestellt, ln Kanstatt’s Jahresbericht
(Jahrgang 1855. IV. 2.) ist ein Fall von angebornem, multiloculärem Cystenhygrom
^geführt, der von Lorain beschrieben ist. Die Cyste befand sich in dem Raum
zwischen dem sternocleido-mastoideus, cucularis und der clavieula, lag über der tiefen
Halsfascie, und das Kind ging nach Abtragung der Geschwulst an Aphten und Diarrhoe
zu Grunde. Ein zweiter Fall von demselben beobachtet und ebenfalls hier angeführt,
betrifft einen weiblichen Fötus aus dem 5. Monat, wo die Wände der mehrfächerigen
Cyste einer serösen Membran ähnlich waren. Ein anderer Fall von angeborner Hals-
c yste bei einem 8—9 monatlichen Fötus (Cannstatt’s Jahresbericht von 1856. l\ . 44),
Welche bedeutend vorsprang, subcutan lag und sich von der mandibula bis zu ster
num erstreckte, war ebenfalls mit einer Art Serosa ausgekleidet und enthielt einige
kleine, harte, knochenähnliche Stücke. Im Jahrgang 1857 (IV. Bd. S. 334) ist eine

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