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freien Fall, sondern die beschleunigende Kraft der Schwere ist verringert durch die
Reibung an der Axe des Rahmens und am Zeichenstift, sie wird vergrössert durch
die Länge des Hebelarmes, und ist endlich abhängig von der Masse des Rahmens
und dem Widerstande der Luft. Für die Untersuchung des Falls wurden verschiedene
Methoden geprüft, von denen folgende den Vorzug erhielt. Der Rahmen ward durch
einen Faden gehoben erhalten, und dieser dann, während die Stimmgabel schwang,
plötzlich erschlafft. Als Beispiel können folgende Curven dienen, von denen Nr. 1,
2 und 3 auf derselben Platte unter möglichst gleichen Bedingungen und Nr 4. auf
einer andern Platte geschrieben sind.
V2ooSec.
jy»' i
'M 2
•M 3
•JW 4
diff.
diff.
diff.
diff.
5
diff.
6
diff.
73
35
89
,8
289
305
252
362,1
340
251,6
341,8
279,5
305
343,8
278,7
651,6
645,5
595.4
620.5
295.4
202
321,8
266.5
947
847
917,2
887
301,5
428
350,3
275
1248.5
1275
1267.6
1162
306.5
333
330.5
258
1555
1608
1598
1420
307,5
304
329,9
278,2
1862, 5
1912
1927,9
1668,2
Bei diesen Messungen haben sich ziemlich beträchtliche Fehler eingeschlichen.
'Vir finden in Nr. 2 z. B. nebeneinander den Zuwachs von 202 und 428, während die
durchschnittliche Differenz 312,8 beträgt. Es liegt nahe, dass hier nur ein Messungs
fehler vorbei denn das Mittel von beiden ist 315, also nahezu der durchschnittlichen
Differenz entsprechend. Dieser Fehler kann in einer Unregelmässigkeit des Mittel
strichs oder auch in einer Schwankung der Stimmgabel gelegen haben. Man sieht
firner, wie sehr die Einstellung des Apparats vermöge der stärkeren Reibung der
Feder auf die Gleichartigkeit der Curven von Einfluss ist, da die Differenz auf der
«nen Platte 305,i, 312,* und 335, 3 und für Nr. 4 272,6 im Durchschnitt beträgt.
Ks ist daher, wie zahlreiche in dieser Richtung angestellte Versuche erwiesen haben,
eine genügende Uebereinstimmung in der absoluten Fallgeschwindigkeit bei leichten
Rahmen nicht zu erzielen. Kleine Unregelmässigkeiten der Zahlen können auch wohl
durch geringe Abweichung der Glasplatte von der Perpendiculären bedingt sein.
Analyse der Ziickungseurve.
A. Hitllom* Tlieil. An der Mehrzahl der Curven lässt sich mit grosser Evidenz
Nachweisen, dass der grössere Theil der Bewegung nichts anderes, als eine
z ul e tzt durch die Elasticität modificirte VVurfcurve darstellt. Zunächst
gilt dieser Ausspruch jedoch nur für den in Rede stehenden Apparat, durchaus nicht
Rfr jede Art Zuckungen aufzuschreiben. Am besten, wird der Beweis durch die Ah
ndungen Figg. 5 und 6 geliefert, bei welchem sich die Steig- und Falleurve irn
°Wn Theil vollkommen decken. In den Fällen, wo der Uebergang der Steige- in die
Fallbewegung nicht am Ende einer Schwingung vor sich geht (Fig. 7), erkennt man

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