stechender Empfindung bei Berührung der zusammenrückenden Wände verkürzt wer
den 5 die Flüssigkeitsinenge, welche der Raum fasst, nimmt dauernd ab, die Leber
steigt höher, das vesikuläre Athrnungsgeräuseh rechts von der Wirbelsäule wird am
Ende des Monats März bis in die Axillarlinie gehört, nur auf der vorderen rechten
Thoraxwand ist wenig Vorrücken der Lungen bemerkbar. Ein Versuch, den negati
ven Inspirations- und positiven Exspirationsdruck manometrisch zu messen, ergab bei
nicht ganz luftdicht verschlossener Fistelöffnung am 31. 1. Folgendes: Das Quecksil
ber im Manometer sinkt bei möglichst tiefer Inspiration um 10 Mm. und steigt bei
der dann folgenden Exspiration um 3 Mm. über den Nullpunkt; bei gewöhnlichem
ruhigem Athmen sinkt es bei der Inspiration um 3 Mm. und steigt bei der Exspira-
tion nicht über den Nullpunkt. Ein am 19. II. wiederholter Versuch ereab nicht so
sichere Resultate, wie ersterer. Dann im April ist das Befinden wechselnd, nicht
selten zeigt sich Erbrechen und Würgen neben Appetitlosigkeit; nach dem Essen
klagt die Kranke oft über Schmerzen in der Magengegend; dennoch ist der Fort
schritt unverkennbar und in den letzten Tagen des Monats sehen wir, wie die Kranke
bei besseren Befinden längere Spaziergänge im Freien sehr wohl verträgt, ohne nur
annähernd von solcher Kurzathmigkeit wie vor der Operation befallen zu werden.
24. V. Das Befinden ist während des Monats Mai ausgezeichnet, ebenso der
Appetit. Die physikalische Untersuchung bietet einen frappanten Beletr für die zu
nehmende Heilung: Die Percussion der rechten Lunge ergiebt unter dem Arm und
an der vorderen Wand des Thorax bis zur dritten Rippe herab den normalen Schall;
bis dahin werden auch Athmungsgeräusche, wenn auch schwächer als auf der nor
malen Seite, gehört und endlich ist auch der Pectoralfremitus bis hierher fühlbar.
Mittelst eines Ohrenspiegels gelingt es, eine thälergrosse Fläche des inneren Thorax-
raumes zu beleuchten: man sieht eine hochrothe mit Granulationen bedeckte Fläche,
welche bei der Respiration deutlich auf- und niedersteigt, indem eine verzweigte Ge-
fässfigur bei der Inspiration zum Vorschein kommt und bei der Exspirationsretraction
der Lunge wieder nach oben verschwindet. Die Messung des Hohlraums führt zu
folgenden Resultaten: Am 29. V. fasst derselbe in liegender Stellung der Patientin
mit nach oben gerichteter fistelöffnung 1000 Cctm. Wasser, während sich früher in
sitzender Stellung 800 einpumpen Hessen, ehe aus der Fistelöffnung Flüssigkeit wieder
herausströmte, wenigstens alsbald nach der vorgenommenen Operation; am 5. VI.
lassen sich nur 840 Cctm. noch und gar am 12. Vl. nur 750 Cctm. mehr hineinbringen.
Jetzt zeigt sich auch recht deutlich eine Abflachung der Thoraxwand über der Fistel
und die früher mehrere Zoll weit nach unten verdrängte Leber scheint eher über
das normale Maass nach oben unter den Rippenbogen sich zurückgezogen zu haben.
Am 17. VI. zeigt sich, dass hinten unterhalb der Spina scap; normales Athmungs-
geräusch zu vernehmen ist, während vorne demselben noch ein leiser amphorischer
Wiederhall anhaftet. Der Ausfluss von Eiter vor der Ausspülung ist schon seit

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