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chlorzink mit diesem zu sehr verunreinigt war; nach annähernder Schätzung betrug die Menge desselben
0,5 grmrn. pro Tag, also die Hälfte der Ausscheidung beim Gesunden. Durch Hülfe des Kaiisaccharates
konnte nicht mehr, wie 0,5 pro miile, Zucker nachgewiesen werden. — Dieser Erfolg bei dem freilich
frischen Falle ermunterte, auch bei unserem, wenngleich in bedeutend fortgeschrittenem Stadium der
Krankheit sich befindenden Patienten eine Probe mit rein animalischer Kost zu unternehmen (27 Tage-)
Mittel:
3020 CCm.
Gesammtmenge: Zucker 259,72 grmrn.
+
Ur 39,864 grmrn.
NaCI 10,3 grmrn.
PO., 2,34 grmrn.
Körpergewicht: Anfang des Versuchs 29,200 grmrn.
Ende „ „ 29,250 „
Es ist also auch hier eine, wenn auch gerade nicht erhebliche Abnahme des Zuckergehaltes
des Harnes erfolgt, dagegen der Gehalt desselben an Ur, NaCl und PO» gestiegen.
Aus Vorliegendem ergiebt sich, dass bei einigen Fällen von Diabetes der Zucker bei einem rein
animalischen Regimen aus dem Harn verschwinden kann. Es scheint bei solchen Patienten somit di«
naturgemässe Umsetzung (Oxydation?) des resorbirten oder gebildeten Zuckers nur für ein gewisses
Quantum desselben beeinträchtigt zu sein, zuweilen kann sogar eine gewisse Menge vegetabilischer
Nahrungsstoffe genossen werden, ohne den Harn zuckerhaltig zu machen, erst beim Ueberschreiten dieses
Maasses tritt dies ein. Für diese Fälle gestaltet sich die Prognose günstig. Ebenso wenn der Diabetes
erst im vorgerückten Alter zum Ausbruch kommt, wo die Erscheinungen auch viel weniger heftig z“
sein pflegen. Die Cur, mit welcher Dr v. Düring etliche Fälle geheilt hat, hatte hier nur negative Erfolge-

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