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Mittel aus 22 Untersuchungen:
3769,1 CCm.
Gesammtmenge: Zucker 2»0,922 grmm.
+
Ur 29,056 grmm.
NaCI 9,113 grmm.
PO» 1,8006 grmm
Körpergewicht: Anfang des Versuchs 27,550 grmm.
Ende
28,550
5. Versuch s r e i h e.
Faradisation des Vagus.
Mittel:
3840,4 CCm.
Gesammtmenge: Zucker 309,485 grmm.
+
Ur 27,35 grmm.
NaCI 8,58 grmm.
POs 1,918 grmm.
6. V ersuch sreihe.
Herr Professor Bartels hatte einen Fall von Diabetes zur Zeit in seiner Privatpraxis in Beliand-
lu »g, bei welchem eine durchaus animalische Diät befolgt wurde. Der Patient schied anfangs einen Harn
mH 7 o/o Zucker und 3,4 «/„ Harnstoff aus von 1035 spezifischem Gewicht. Nach kurzer Behandlung
sank der «/„ Gehalt an Zucker bis auf 0,5 pro niille und wurde schliesslich mit der Fehling’schen Probe-
Nüssigkeit unbestimmbar. Es musste sich jedoch noch immer vermulhlich eine grössere Menge an Zucker
•m Harn finden, wie beim normalen Menschen, denn es erfolgte noch immer eine Reduction des Kupler-
°xyd zu Kupferoxydul in der Fehling’schen Lösung, aber das gebildete Kupferoxydul senkte sich nicht,
w *e sonst bei Zusatz diabetischen Harns als rothgelber Niederschlag zu Boden, sondern blieb in der
Flüssigkeit gelöst und verhinderte die Bestimmung auf gewöhnliche Weise.
Da durch Kreatiningehalt des Harns, der beim Diabetes gewöhnlich vermindert oder ganz fehlen
soll, diese Fällung verhindert wird, galt es, den Versuch einer Bestimmung des Kreatiningehaltes in
diesem Harn zu machen und die Zuckerbestimmung durch vorherige Darstellung von Kalifaccharat zu
^möglichen. Das hohe spec. Gewicht (1030J des Harns schien auf einen noch ziemlich reichlichen
Gehalt an Zucker zu deuten, freilich enthielt er die bedeutende Menge von 1,2 1,3 °/o NaCI. Zui
Kreatininbestimmung wurden 500 CCm Harn mit Kalkmilch bis zur leicht alkalischen Reaction versetzt,
dann verdünnte Chlorcalciumlösung, so lange noch ein Niederschlag entstand,' hinzugefügt, 2 Stunden
stehen gelassen, filtrirt und das Filtrat möglichst schnell im Wasserbad bis zum stärksten Syrup einge-
danipft noch warm mit 100 CCm. Alcohol absolutus vermischt. Nach 24slündigem Stehen wurde abflltrirt,
ausgewaschen und das Filtrat mit 2 CCm. alkoholischer Chlorzinklösung versetzt, 2—3 läge ruhig hin-
gestellt, das ausgeschiedene Kreatininchlorzink gesammelt und ausgewaschen. Leider musste eine quan
titative Bestimmung unterbleiben, weil wegen des grossen Chlornatrium-Gehalles des Harns das Kreatinin-

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