13
Gesammlmenge: Zucker 666,864 grmm.
4~
Ur 72,37 grmm.
Na CI 17,69 grmm.
POs 4,1 grmm.
Körpergewicht: Anfang des Versuchs 63,070 grmm.
Ende ,, n 63,000 „
Mit dem Aussetzen des Strychnin, ging die Harnmenge wieder herunter. Es hat dasselbe also
hier eher einen schädlichen als nützlichen Einfluss gezeigt.
Weitere Versuche mussten unlerbleihen, weil Patientin am 12. Januar das Spital verliess.
Bernard sagt, dass beim Diabetes der Zucker im Magensaft vorhanden ist, dass man ihn aber
im Speichel, der PancreasflUssigkeit, den Thränen, dem Schweiss und der Galle vermisst.
Bei meiner Patientin konnte ich eine geringe Menge im Speichel, eine grössere in den Thränen,
e ‘üe noch bedeutendere Menge im Schweiss nachweisen, und zwar das letztere in dem Masse, dass ich
d 'e Resultate meiner Harnanalysen an den Tagen, wo ausnahmsweise stark geschwitzt wurde, nicht
berücksichtigen konnte. Auch Griesinger berichtet von einem Pall, bei dem alternirend stark zucker-
hMtige Schweisse beobachtet wurden.
II.
Gosch, 18 Jahr, wurde am 6. November 1868 aufgenommen. Er ist ein üusserst magerer,
kleiner, elend aussehender Mensch von knabenhaftem Habitus, eingefallenen Gesicht und greisenhaften
Gesichlszügen. Die Eltern des Patienten leben noch beide und sind gesund. Geschwister hat er drei,
Welche sämmtlich gesund sind. Pat. ist sehr früh auf das Land zu einem Bauern verdungen, woselbst
e, ‘ sehr schwere Arbeit gehabt haben will. Des Morgens hat er ca. 20 Kühe reinigen müssen, ferner
ist er beim Dreschen, Häckselschneiden und ähnlichen anstrengenden Arbeiten verwandt. Wegen einer
Fahrlässigkeit ist er von dem Bauern heftig geschlagen worden, bald darauf total durchnässt, und will
a üch öfteren Erkältungen in Folge durchnässter Kleider, welche er sich aul seinem Gang znr Schule
geholt habe, ausgesetzt gewesen sein. Etwas später will er einen acuten heftig fieberhaften Krankheits-
P r °cess durchgemacht haben. — Während der fieberhaften Krankheit wenig Appetit, dann ungewöhnliche
Tigerung desselben, viel Durst, viel Harndrang — Diabetes.
1. Vers i) c h s r e i h t*.
Vom 6. bis 12. Novbr. nimmt Pat. Tr. ferri pomat. 4 Mal täglich 16 Tropfen nach dem Essen
u,, d man gestattet ihm volle Befriedigung seines Appetites. Der Durst ist nicht sehr bedeutend,
berechnet man das Mittel der täglich vorgenommenen Analysen, so ergiebt sich:
3720 CCm
Gesammlmenge: Zucker 330,966 grmm.
■4*
Ur 29,97 grmm.
Na CI 10,38 grmm.
POs 2,0762 grmm.
Körpergewicht 27,060 grmm.

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.