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Die Zeit des eingetretenen Todes, berechnet nach der angeblichen Krankheits
dauer, war eine sehr verschiedene.
Es starben nemlich in der 2. Krankheitswoche 4
- - 3. - 3
- 4. 3
- - 5. - 2
- - 6 - 1
- - 9. - 2
- -10 - 1
später 2
bei unbekannter Krankheitsdauer 3.
Anatomisch nachgewiesen erfolgte der Tod während der ersten Periode der
Krankheit 6 mal, während der zweiten 9 mal, auf der Grenze von der einen zur
andern 6 mal. Bei 4 unzweifelhaft der 2. Periode angehörigen Fällen fand sich aus-
Se rdem ein frisches Recidiv in der ersten Periode.
In den meisten Fällen wurde durch die Section irgend ein als Todesursache
iö Anspruch zu nehmender Befund nachgewiesen. Nur in 6 Fällen musste der Tod
»als durch die Schwere der Gesammterkrankung“ bewirkt angenommen werden und
zwar 2 mal als directe Folge eines acuten Nachschubes, der einmal sich einstellte
b ei einem zugleich an einem erheblichen Herzfehler leidenden älteren Manne. Von
den übrigen 15 erfolgte der Tod 2 mal nach Darmblutungen, einmal vielleicht nach
ttirnembolie (s. oben), 2 mal durch Inanition bei Kranken, bei denen beginnende
ironische ulcerative Pneumonien nachweisbar, ausserdem einmal Vereiterung des
Mittelohres, multiple Abscesse u. s. w. gefunden wurden, einmal durch Pyaemie, ein
mal durch Erstickung in Folge von Perichondritis laryngea bei einer pyaemischen
Kranken. Bei den übrigen war die Todesursache mit grösserer oder geringerer
Wahrscheinlichkeit in schwereren Erkrankungen der Lunge zu suchen. Es land sich
ne mlich bei einem Kranken ein rechtsseitigem Empyem und grosses frisches pleuriti-
Sc hes Exsudat linkerseits — es war die Thoracocenthese ohne Erfolg gemacht wor
den — } ferner bei zweien eine croupöse Pneumonie, einmal zugleich mit alten pleuri-
tischen Verwachsungen zu frischem pleuritischem Exsudat, einmal zugleich mit einem
frischen Recidiv im Ileum, neben colossaler Geschwürsbildung in der ganzen Länge
d cs Dickdarms. Bei den letzten 5 fanden sich die höheren Grade von hypostatischen
Veränderungen der Lungen, welche als hypostatische Pneumonien iüglich in Anspruch
Scnoinmen werden konnten, mehr oder weniger combinirt. mit Hyperämien oder
ledernen der übrigen Lungenpartien.
Der gewöhnliche Sitz der Darmgeschwüre war der Dünndarm und wurden
dieselben in allen Stadien von der beginnenden Infiltration und Schwellung der Peyer-
Sc hen Plaques, sowie der solitären Follikel bis zur bereits vollendeten Heilung, ge-

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