heit als eine schwere erscheinen zu lassen, oder fanden sich ein bei an sich schon
schweren Fällen; nur 2 mal kamen sie vor bei im übrigen leicht verlaufenden Typhen.
Bei 12 von diesen gesellte sich eine andauernde (die vorübergehenden nicht gerechnet)
incontinentia alvi und gewöhnlich auch urinae hinzu. Die prognostisch ungünstige
Bedeutung dieser Erscheinung bewies der endliche Ausgang, indem 7 dieser Kranken
starben.
15 mal nahmen die profusen Diarrhöen einen chronischen Character an, zogen
sich wochenlang hin und bedingten meistens eine enorme Erschöpfung der Kianken,
Welche 10 mal die Reconvalescenz übermässig in die Länge zog, 5 mal theils direct
z um Tode führte, theils den lethalen Ausgang begünstigte. In wie vielen Fällen von
diesen die lange’üauer der Diarrhöen auf eine Betheiligung des Dickdarms an der
Geschwürsbildung zurückzuführen war, ist nicht zu sagen. Dagegen wurde bei der
Section jener 5 Gestorbenen 2 mal ausgedehnte Geschwürsbildung im Dickdarm, ein
mal nur ein allerdings hochgradiger Catarrh des Coecum und des angrenzenden Theils
des Colon ascendens gefunden. NB. Bei dem dritten durch die Section nachgewie-
§ enen Colotyphus waren klinisch keine solchen profusen und langdauernden Diarrhöen
beobachtet worden. 4 mal bestand gleichzeitig mit den hochgradigen Diarrhöen ein
bedeutenderer Meteorismus, 5 mal kamen bei daran leidenden Kranken Darmblu-
tungen vor.
Höhere Grade von Meteorismus gesellten sich, mit nur 2 Ausnahmen, stets
uur zu besonders schweren Krankheitsformen. Derselbe wurde bei 13 Kranken beob-
ac htet, von denen 2 einer Darmblutung ausgesetzt waren, und im Ganzen 6 starben.
Bei keinem dieser 6 ergab die Section eine Betheiligung des Dickdarms an der Ge
schwürbildung urld nur bei Einem starken Catarrh desselben. Auffallend war, dass
der Meteorismus in einzelnen Momenten der Epidemie relativ häufig, in anderen nur
selten, oder gar nicht vorkam. Er zeigte sich nemlich im August 5 mal, im Sep
tember und November je einmal, im Januar wieder 6 mal, in den übrigen Monaten
Sar nicht.
Auch während dieser Epidemie gehörten Darmblutungen nicht zu den Selten
heiten , sie kamen nemlich in 10 Fällen zur Beobachtung. Unbedeutendere blutige
Beimengungen zu den Stühlen, die gelegentlich bemerkt wurden und ohne alle Folgen
blieben, 0 wage ich nicht als symptomatische Complicationen zu bezeichnen, sehe daher
von ihnen ab. Nur solche Fälle führe ich an, bei denen entweder ein massenhafter
Bluterguss plötzlich in den Darmkanal erfolgt sein musste und sich durch wiederholte
blutige Entleerungen zu erkennen gab, denen ein etwa dem Blutverluste entsprechen
der Collaps mit plötzlichem Temperaturabfall folgte, oder diejenigen Fälle, bei denen
wiederholte und sich über einige Tage hin erstreckende, an sich aber nicht so mas
senhafte , Entleerungen frischen Blutes auf wiederholte wenn auch jedesmal nicht so
erhebliche Blutungen hindeuteten. Diesen letzteren folgte kein plötzlicher Collaps,

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.