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eine relativ grössere Anzahl von lodesfällen aufzuweisen hatten. Es starben nemlich
von 186 Kranken 21, also 11 Procent, von 60 weiblichen Kranken 8, also 13 Proc.,
dagegen von 126 männlichen Kranken 13, also 10 Procent. Entsprechend der absolut
grösseren Krankenaufnahme in den Monaten August, December und Januar war die
Zahl der Todesfälle auch eine grössere, nemlich 4, 5 und 5, wogegen diese Monate
proeentisch berechnet sich nicht, oder nur unerheblich über die Durchschnittszahl er
hoben. Besonders bösartig dagegen zeigte sich der Monat November, trotz 'seiner
absolut geringeren Anzahl von Schwerkranken, indem er 3 Todesfälle brachte, mithin
17 Procent. Die 21 Gestorbenen vertheilen sich auf 101 Schwerkranke, also starb
von je 5 derselben 1 —
Ueber das Lebensalter, in welchem die einzelnen am Typhus erkrankten In
dividuen standen, sowie dessen Einfluss auf den Verlauf, resp. die Mortalität, habe
ich im Allgemeinen nichts Neues beizubringen. Da dasselbe jedoch einige werthvolle
Anhaltspunkte für die Beurtheilung der jüngsten Epidemie bietet, habe ich versucht,
in folgendem Schema eine übersichtliche Zusammenstellung der bezüglichen Verhält
nisse zu geben.
Im Kindesa^ter stehende Kranke wurden nur 5 aufgenommen, was theils in
der bestehenden Abneigung f Kinder in ein Hospital zu schicken, theils darin seinen
Grund haben wird < dass Kinder unter 8 Jahren überhaupt nicht aufgenommen wer
den dürfen, es sei denn zum Zwecke einer vorzunehmenden Operation. Uebrigens
wurden sämmtliche geheilt entlassen, obwohl 4 von ihnen zu den schwersten Formen
von Typhus zu zählen waren. Die grösste Mehrzahl der Kranken stand, wie es a priori
zu erwarten war, jm kräftigsten Jünglingsalter von 16 bis 25 Jahren, und zwar 53
im Alter von 16—20, 73 im Alter von 21—25 Jahren. Aber auch noch das höhere
Lebensalter stellte, in abnehmendem Grade, eine verhältnissinässige grosse Kranken
zahl, nemlich 55. Von diesen waren 34:26 bis 30 Jahre, 11:31 bis 35 Jahre, 6:36
bis 40, endlich 3 :46 bis 50 Jahre alt. Auffallend und auf eine geringere Empfäng
lichkeit für die Aufnahme des Typhusgiftes bei den einem höheren Lebensalter an-

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