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Wenn nach solchen so eben beschriebenen Beobachtungen die spindelförmigen Zellen auf die an
gegebene Weise angeordnet sind, wenn auch schon das frische, « webe den Kindruck macht, dass die
elastischen Kasern von den Spindelzelleu ausgehen, und wenn endlich die isolirten Zellen längere oder
kürzere Ausläufer aussenden, die von den elastischen Fasern desselben Gewebes nicht zu unterscheiden
sind, so drängt sich die Frage auf, ob denn nachweisbare Thalsaehen der Ansicht entgegen stehen, dass
die elastischen Fasern aus diesen Spindelzelleu entstehen?
Einige haben die Spindelzelleu nicht isoliren können und es ist selbstverständlich, dass damit
der Zusammenhang überhaupt nicht nachgewiesen werden konnte. Kölliker will aus der Beobachtung,
dass, wenn man embryonales elastisches GevVebe mit Kali behandelt, die Fasern deutlich werden, während
die Zellen verschwinden, den Schluss ziehen, dass die Zelle mit der Entstehung der elastischen Fasern
durchaus nichts zu than haben. Diese Folgerung ist an sich nicht berechtigt, da die Annahme, dass die
Zelle und die Faser sich chemisch gleichartig verhalten sollen, nicht geboten ist. Es zeigt schon der An
blick, dass die Faser stärker lichtbrechend ist als die äussere Schicht der Zelle.
Ich habe besonders mein Augenmerk darauf gerichtet, dieses Argument Köllikers zu entkräften,
indem ich isolirte spindelförmige Zellen die Fasern anssandleu mit Kalilösung behandelte und contiimir-
lich den Erfolg beobachtete.; Stets sah ich beim Zusatz dieses Reagens die Zellen früher erblassen und
verschwinden, als die von denselben ausgehenden Fasern. Die letztem konnten, wenn das Gewebe altern
Embryonen entnommen war, häufig stundenlang noch erblickt werden, nachdem die Zelle längst aufgelöst
war. Es ist dieses nach meiner Meinung ein ausreichende Erklärung der Erscheinung, aus der Kölliker
den Schluss zieht, dass die Zellen mit deu Fasern direct nichts zu schaffen hätten. Ist hiermit auch nicht
der direcle Beweis geführt, dass die elastischen Fasern durch Auswachsen der Zellen in die Länge ent
stehen, so ist doch dargelhan, dass diese Fasern während ihrer Bildung mit den Zellen Zusammenhängen
und also durch Vermittlung der letztem entstehen. Dann aber ist kein Grund vorhanden noch eine
zweite Entstehungsweise auzunehmeu, für die keine begründete Thatsache spricht
Da die Spindelzellen bisweilen schon in einem Stadium (Embryonen von 2' und mehr) geschwun
den sind, jedenfalls aber verschwinden, bevor die elastischen Fasern ihre vollkommene Stärke besitzen,
so kann nicht geläugnet werden, dass, nachdem die Fasern angelegt sind und eine gewisse Stärke er
reicht haben, sie an Länge und Dicke wachsen ohne Betheiligung einer in ihrem Verlauf eingeschlossenen
Zelle. Wie diese sammt dem Kerne verschwindet, darüber vermag ich nichts Näheres anzugeben,
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