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aSCrle er daS ' Selbe bei 51 W fä'Mb'ToneD von 1' Länge und darüber, so fand er in ihm neben etwas
‘! geWebe U,,d feineD elastische« Fasern, die schon dichte Netze bildeten, eine eigenthlimlicbe Form
von Spindelzellen, welche an in Chroiusäure oder Spiritus erhärteten Präparaten eine grosse Aehnlicb-
, e “ m ' l . e,aStlSchen Fasern ^sitzen. Diese erschienen als schmale, dunkelrandige Gebilde, die an beiden
Lnden in eine ganz feine ebenfalls dunklere Faser übergehen. Wenn Kölliker zur Annahme der von
Zellen unabhängigen Entstehung der elastischen Fasern sich veranlasst sieht, so behauptet er, ist dieses
nui nach einer möglichst vollständigen Verfolgung der fraglichen Spindelzellen geschehen, die ihm den
entschiedenen Beweis geliefert hat, dass dieselben mit den elastischen Fasern in der That nichts zu thun
laben. Diese« Beweis will er gefunden haben durch die Untersuchungen der früheren Entwicklung des
Nacken band es und zweitens durch die Verfolgung der genaueren Beschaffenheit und der endlichen Schick
sale seiner Spindelzellen. Ersleres anlangend, fand er, sobald das Nackenband als besonderes Organ er
kennbar war, in ihm zwei Elemente, und zwar spindelförmige Zellen und eine Zwischensubstanz. Die
Zellen sind zahlreich, mit kürzeren, länglich-runden Kernen und zugespitzten Enden und lassen sich iso-
bren. Die Zw.sehensubstanz ist faserig und stimmt in ihrem chemischen Character mit derjenigen der
Sehnen vollkommen überein; nach Behandlung mit Kali kommen keine elastischen Fasern zum Vorschein.
Demnach, sagt Kölliker, hat ein junges Nackenband ursprünglich wesentlich den Bau einer Sehne. Etwa
bei 4 Embryonen kommen nach Behandlung mit Kali ungemein zarte und elastische Fasern zum
Vorschein, welche von Anfang an weitmaschige Netze bilden und keine Spur einer weitern Entwicklung
etwa aus längeren Fäserchen oder Körnchen zeigen, so dass Kölliker zu der Ueberzeug.mg gelangt, dass
dieselbe« gleich in loto entstehen. Neben diesen Netzen befinden sich nun die Spindelzellen noch genau
in derselben Weise wie früher, nur dass dieselben in allen Theilen schlanker und länger erscheinen und
sieht er dieses als Beweis an, dass dieselben mit der ersten Entstehung der elastischen Netze nichts zu
(hon haben. Den vollen Beweis, dass die spindelförmigen Zellen überhaupt nie zu den elastischen Fasern
in irgend einer unmittelbaren Beziehung stehen, lieferte ihm die endliche Verfolgung ihrer Schicksale
und ihrer chemischen Beschaffenheit. Die Zellen ändern sich, indem vor Allem ihre Kerne sich verlän
gern, zugleich aber auch die Zellenkörper sich verschmälern, ohne dass die ganzen Zellen an Länge ge
winnen. Bei Embryonen von 7 9" fand er die Zellen kürzer als früher und das eigentümliche dunkle
Ansehen derselben tritt hervor, das zur Vermuthung verleitet, dass dieselben in der That in elastische
Fasern übergehen; doch kocht man jetzt das Band in kaustischem Kali, so verschwinden sie wie früher
und die wirklichen elastischen Fasern erhalten sich. Dasselbe gilt von den Zellen der Embryonen von
1 Länge. Die Zellen verkümmern nach und nach immer mehr und fand Kölliker bei 3- 4 Wochen
allen Kalbern nur noch wenige Beste von ihnen. Aus diesen Beobachtungen schliesst Kölliker Folgendes:
U Die elastischen Fasern des Nackenbandes gehen auf keinen Fall direct aus den Spindelzellen
des fötalen Bandes hervor.
2. Dieselben stehen auch sonst nicht in einer näheren Beziehung zu diesen Zellen, sie bilden
sich nicht etwa als directe Abscheidungen, analog den Knorpelkapseln.
Kölliker hält die fraglichen Spindelzellen für die Bindegewebskörperchen der embryonalen Sehnen
gleichwertig und betrachtet dieselben als das eigentliche vegetative Element des jungen Nackenbandes,
unter dessen Mitbetheiligung eine Zwischensubstanz entsteht, in der dann durch selbstständige Differeu-
zirung sowohl die ßindegewebsfibrillen, als auch die elastischen Fasernelze hervorgehen. —

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