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findet sich unten im Abschnitt IV. Besondere Beobachtungen sind ausserdem angestellt: 1) in Kiel
über Bodentemperatur, Windgeschwindigkeiten und Regenmengen in verschiedenen Höhen; 2) in
Cappeln über Bodentemperatur; 3) in Glückstadt über Ebbe und Fluth. Ferner ist der Versuch
gemacht worden, phänologische Beobachtungen am Pflanzen- und Thierreiche zu organisiren. Die
Resultate dieser verschiedenen Beobachtungen werden in der bereits in der vorigen Chronik er
wähnten Publikation, „Beiträge zur Landeskunde“ mitgetheilt werden.
G, K.
21) Das Museum vaterländischer Altcrthünier.
Den geehrten Mitgliedern der Schleswig-Holstein-Lauenburgischen Gesellschaft für die
Sammlung und Erhaltung vaterländischer Alterthümer sind im verflossenen Jahre der 29. und der
30. Bericht“) zugegangen. Leider muss der Vorstand daran die Mittheilung knüpfen, dass das
seit dem J. 1859 bestehende Verhältniss, wonach unsere Berichte zugleich als Beilagen, resp. als
integrirende Bestandteile der „Jahrbücher für die Landeskunde der Herzogtümer Schleswig-
Holstein und Lauenburg“ erschienen. Seitens der Schl.-Holst.-Lbrg. Gesellschaft für vaterländische
Geschichte gekündigt worden ist. Der Vorstand sieht sich dadurch in die Notwendigkeit versetzt,
bis weiter die Herausgabe der Berichte einzustellen, da die äusserst beschränkten Mittel der Alter
tums-Gesellschaft für durchaus selbstständige Publikationen nicht mehr ausreichen.
Der 30. Bericht enthielt das Verzeichniss über die Vermehrung des Museums bis Ende
Mai d. J. Seitdem ist der a. a. O. Seite 32 beschriebene Gold-und Bronzefund von Gross-Harrie
für das Museum angekauft worden. Auch das a. a. O. 14 erwähnte Urnenfeld bei Kembs hat der
Eigentümer, Herr Rudolf Klinkhamer, im Lauf des Sommers genauer untersucht und die
lundgegenstände (einige Eisensachen, Urnenscherben, Thierknochen u. s. w.) grösstenteils dem
Museum geschenkt.
Durch gütige Vermittlung des Herrn Amtmann a. D. Warendorff hieselbst erhielt das
Museum vier Steinsachen (Flintsteinkern, roher Keil, Bruchstücke von einem Keil und von einem
Netzsenker), gefunden im Sommer 1807 auf der Insel Klein-Hamburg vor der klösterlichen
Koppel Altcnhot in dem kleinen, zum Kloster Preet z gehörigen Anteil des Bo th ka m p er
See’s, etwa 2000 Fuss links (östlich) von der auf den Hof Bothkamp führenden Brücke. (Einige
ebendaselbst gefundene feiner bearbeitete Steinmesser und Steinhämmer hat der Klosterprobst von
Preetz anderweitig verschenkt.) Am Rande der gedachten Insel Klein-Hamburg befinden sich
angeblich Reste von alten Pfählen, ebensowie bei der obgedachten Brücke. (Vgl. unseren 28. Bericht
?• 7 und 39.) Somit wird die schon früher geftusserte Vermutung, es hätten vormals Pfahlbauten
1 m Bothkamper See existirt, etwas wahrscheinlicher.
Aus dem diesjährigen Zuwachs der Münzsammlung ist besonders erwähnenswert ein unter
Kaiser Sigismund geprägter Goldgulden der Stadt Nördlingen. Derselbe wurde bei der eine halbe
Meile südlich von Segeberg an der Trave belegenen II er rerun ü hie, beim Brückenbau 15 Fuss
tief ohne Zweifel innerhalb der vormaligen Baugrube gefunden und für das Museum angekauft.
*) (Neunundzwanzigster Bericht.) Der Gangbau des Denghoogs bei Wenningstedt auf Sylt, aufgedeckt,
untersucht und in seiner allgemeinen Bedeutung für die nordische Alterthumskunde geschildert von Dr. F. Wibel, Kiel, in
Commission von G. v. Maak’s Verlag, 1869. 91 Seiten mit zwei Steindruckplatten. 24 Sgr.
(Dreissigster Bericht.) Erstattet von dom Vorstande im April 1869. Kiel, in Commission von G. «. Maak't
Verlag, 1869. 43 Seiten. 8 Sgr.

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