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17) Der botanische Garten.
18) Das mineralogische Museum.
In Folge der Errichtung einer besondern Professur für Mineralogie und Geologie wurde
unterm 6. Februar 1869 dem Unterzeichneten die Direction des mineralogischen Museums über
tragen, mit Ausnahme der die Fossilien der Herzogtümer umfassenden Abtheilung, deren Ver
waltung vorläufig dem Herrn Prof. Karsten verbleibt. Zugleich fand eine Abtrennung der Locali-
täten des mineralogischen Museums von den parterre befindlichen Käumen des physikalischen
Instituts statt.
Käuflich erworben wurden u. a. die grosse Kranz'echo Sammlung von 670 Krystallmodellen
111 Ahornholz, grössere Modelle für den ersten krystallographischen Unterricht, Utensilien für mineral
chemische Untersuchungen, eine Anzahl ausgezeichneter Mineralien sowie ausgedehnte Suiten von
Ieisarten zur Completirung der Sammlungen, von welchen die petrographische Abtheilung eine
neue Anordnung und Aufstellung erfuhr.
An Geschenken gingen dem Museum zu: Seitens der k. k. geologischen Reichsanstalt in
Wien eine werthvolle und umfangreiche Sammlung von ungarischen Trachyten und damit in Ver
bindung stehender Mineralien; von David Forbes F. R. S. in London eine Anzahl englischer Fels
arten; von Herrn Stud. phil. Hagge eine Flussspathdruse und ein Stück Nephelinfels von Klein-
Friesen in Böhmen; in Aussicht steht die Ankunft einer Sammlung norwegischer Gesteine, Mineralien
und Fossilien, geschenkt von Herrn Prof. Theodor Kjerulf in Christiania.
F. Zirkel.
19) Das chemische Laboratorium.
20) Das physikalische Institut.
Die Instrumentensammlung wurde im Jahre 1869 erheblich vermehrt. Ich hebe die folgen
den Apparate hervor. Spektroskop ä vision directe von Hofmann in Paris; Robinson’sches
Anemometer von Schadewell in Dresden; Län gen t h ei 1 rnaschine von Perreaux in Paris; Örsted’s
Sympiezometer; Kopp’s Volumenometer; eine Reihe akustischer Apparate construirt von
G. Appun, namentlich Interferenzflammenzeiger; Helmholtz’s Vokalapparat; Lissajous
Vibrationsmikroskop u. A.; optische Apparate: Zur Demonstration der Gesetze der Spiegelung
und Brechung, oscillirendes Prisma, Vorrichtungen zu Fluoresccnzversuchen, Quarzplatten; Dampf-
uiaschinenmodelle; Wiedemanns Multiplikator; Eisenlohr* Widerstandssäule.
Die meteorologischen Beobachtungen sind regelmässig angestellt worden. Nachdem die in
der vorigen Chronik (S. 40) erwähnten neuen Stationen während des Verlaufes dieses Jahres ihre
Ausrüstung erhalten haben, sind jetzt mit Hinzurechnung von Lübeck und Eutin 19 Stationen
th&tig, nämlich: 1) Altona (Dr. Scharenberg), 2) Glückstadt (Dr. Baurmeister), 3) Oldesloe (Physikus
Dr. Ackermann), 4; Lübeck (Navigationslehrer Thiele), 5) Segeberg (Dr. Buttel), 6) Ncumünstor
(Maschinenmeister Schneider), 7) Woltersmühle (Lehrer am landwirthschaftlichcn Institut Gohrbandt),
8) Meldorf (Dr. Grühn), 9) Neustadt (Apotheker Martens), 10) Eutin (Dr. Busser), 11) Ki e l
(physikalisches Institut, jetziger Beobachter Hr, Schultz), 12) Husum (Subrector Dr. Matthiessen),
13) Cappeln i Dr. Hübner), 14) Flensburg (Lehrer Schnack), 15) Keitum auf Sylt (Postexpediteur
Stolten), 16) Tondcrn (Postmeister Holzhausen), 17) Apenrade (Lehrer Wilhelmsen und Högelund),
18) Hadersleben (Geschwister Neiling), 19) Gram (Physikus Dr. Reimers). Die Zusammenstellung
der Resultate für die wichtigsten Witterungsfaktoren: Wärme, Luftdruck, Wind und Feuchtigkeit

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