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Napoleon L, ferner von dem Königlich Preussischen Minister der geistlichen, Unterrichts- und
Medicinal-Angelegenheiten, von den Minister der landwirtschaftlichen Angelegenheiten, von dem
Minister des Kaiserlichen Hauses in Paris (die Fortsetzung von Borghesis Werken) von dem Gross-
herzoglich Olden burgischen Minister durch Herrn Kammerherrn von Alten die Oldenburgischen
Landtagsacten. Ich darf aus den Geschenken von Privaten hervorheben, dass die Erben des ver
storbenen Doctor Steindorff der hiesigen Universitätsbibliothek eine grössere Sammlung medicinischer
Werke aus dem Nachlasse des verdienstvollen wissenschaftlichen Arztes Steindorf schenkten. Die
beiden Doctoren Heseler in Lütjenburg schenkten der Bibliothek eine Sammlung theils medicinischer
Schriften, namentlich über Bäder, theils historisch-politischer Werke. Fräulein Fanny Hansen gab
der Bibliothek eine Auswahl der Büchersammlung ihres in Schleswig verstorbenen Vaters, theils
theologischen, theils historischen, theils allgemeinen Inhalts. Frau von Cronstern geb. von Varendorff
schenkte unter andern aus dem Nachlass ihres Bruders einen Band Abbildungen von Pflanzen, die
Pastor B abricius in seinem Garten tiezosen hatte.
Die Bibliothek erhielt mehrere wichtige Werke als Geschenk und zum Austausch nicht
bloss von Universitäten und Schulen, sondern auch von anderen wissenschaftlichen Anstalten; Berlin
(Akademie der Wissenschaften), Bonn (der Universitäts-Bibliothek), Boston (society of natural
history and public Library), Breslau (der Schlesischen Gesellschaft und dein Oberbergamt), Brüssel,
Cambridge Massuch. (Museum of comparative zoology), Cherbourg, Dresden (Gesellschaft für
Natur- und Heilkunde und statistisches Bureau), Edinburg (society of antiquaries of Scotland),
Hamburg (Statistischem Bureau), Harlem, Kopenhagen (der grossen König]. Bibliothek), Leipzig
(Gesellschaft der Wissenschaften, Jablouowskische Gesellschaft, und dem statistischen Bureau)
London (Philosophical transactions und Proceedings), Mailand, Manchester, Meklenburg (Verein für
Naturgeschichte), Moskau, München (Akademie der Wissenschaften und Sternwarte), Nancy, Neapel,
New-York (sanitary commission) Petersburg (Akademie der Wissenschaften, archäologische Commission
und geographische Gesellschaft), Philadelphia (board of contr. of public schools), Prag (Gesellschaft
der Wissenschaften), Santiago, Stockholm, Trier (Gesellschalt für nützliche Forschungen), Washing
ton (Smithsunion institution), Wien (K. K. geologische Reichsanstalt und Akademie der Wissen
schaften), Zürich (Schweizer meteorologische Gesellschaft).
Von des Rev. Sam. Haughton Dublin quarterly Journal of Science der Royal Dublin soc. hat die
Bibliothek leider in den letzteren Jahren keine Fortsetzung erhalten, sie hat nur Vol. 1—6, der
sechste erschien 1866.
Ich darf mich wegen des sonstigen Zuwachses der Bibliothek auf den Bericht über das
Jahr 1868 beziehen. Von der hiesigen historischen und der antiquarischen Gesellschaft erhielt die
Bibliothek auch im verflossenen Jahr die an dieselben von anderen Vereinen gesandten Schriften.
II.
Die Universitätsbibliothek erhielt bis 1870 von dem Fideicommiss der Professorin Fabricius
geb. Ambrosius, jährlich 240 Thlr. Auf Antrag des Curators der Kieler Universität, an den sich die
Hibliothekscommission wandte, hat der Königliche Minister der geistlichen, Unterrichts- und Mcdi-
cinal-Angelegenheiten der Universitätsbibliothek für 1870 die Summe von 240 Thlrn. bewilligt und
auch für die folgenden Jahre Vorsorge getroffen. Die Bibliothekscommission hat sich wegen anderer
Bedürfnisse der Bibliothek an Se. Excellenz den Herrn Curator gewandt, namentlich wegen des
Verlustes, den die Bibliothek durch Aufhebung des biennii erlitten hat, wegen der zwei ungewölbten
Zimmer des Bibliothekraumes, wegen des Mangels an Raum für die Bibliothek. Da unsere Samm
lung in der hiesigen Provinz die einzige bedeutendere ist, und zu wissenschaftlichen Arbeiten viel

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