Was die Disciplin der Studirenden betrifft, so kann dieselbe musterhaft genannt werden.
Es studirten in Kiel im Wintersemester 18 63 /6r 51 Juristen,
„ Sommersemester 1864 50 „
„ Wintersemester 18 64 /65 57 n
„ Sommersemester 1865 79 „
„ Wintersemester 18 #5 /6s 81 n
„ Sommersemester 1866 76 „
„ Wintersemester 18 66 /67 82 v
„ Sommersemester 1867 59 „
„ Wintersemester 18 67 /«8 41 „
Sommersemester 1868 30 „
Wintersemester 18 68 /6» 22 „
„ Sommersemester 1869 15 „
„ Wintersemester 18 69 /7o 20 „
Dieser erhebliche Fall der Zahlen seit dem Sommersemester 1867 ist durchaus nicht auf
örtliche Verhältnisse zurückzuführen, sondern erklärt sich allein, ebenso wie die plötzliche Zunahme
von 1865, aus allgemeinen Bedingungen. Durch die veränderte juristische und administrative Carriere,
durch die wenig günstigen Aussichten auf später lohnende Aemter ist der Rückschlag erfolgt. Es
haben eine nicht unbedeutende Zahl Juristen das Studium mit einem andern, namentlich dem
medicinischen vertauscht, andere haben sich ganz anderen Lebenswegen zugewendet, und der auf
solche Art plötzlich eingetretene Abgang ist durch keinen Zugang ersetzt worden. So haben nicht
bloss in Kiel, sondern überhaupt auf allen Universitäten in dem letzten Jahre sich nur wenige
Schleswig-Holsteiner zu juristischen oder administrativen Stellungen vorbereitet, wie folgende Nach
weise über die Schleswig-holsteinischen Juristen auf den übrigen preussischen Universitäten zeigen
werden.
Im Sommersemester 1869 studirten
in Berlin 6 Juristen aus Schleswig-Holstein,
in Bonn 2 „ „
in Breslau . ...— „ „ „
in Göttingen .. 5 „ „ „
in Greifswald .— „ „ „
in Halle —
“77 ~
in Königsberg.—
in Marburg ..._ „ „
im Wintersemester studirten
in Berlin H „
in Göttingen .. 1 „ „
auf den übrigen preussischen Universitäten kein Jurist aus Schleswig-Holstein.
Kiel eingerechnet haben also
im Sommersemester 1869 28,
im Wintersemester 18 6tf /70 32 Schleswig-Holsteiner
aut den preussischen Universitäten sich zur juristischen und administrativen Laufbahn vorbereitet.

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