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intus autein pleni estis 141,19. hat man sint offenbar auf kelih und scenkifaz zu
beziehen. — Aber für den Imperativ erscheint sit! z. ß. 13,18. 34,1. 38,1. Für den
Infinitiv leugnet Grim. Gr. 1,881. diesen Stamm bei Tatian. Allerdings ist sin sel
tener als wesan, doch findet es sich, z. B. 3,6. 4,11. 108,1.
3) 1 Sg. Praes. Indic. bin. Nach Schmellers Auffassung Vorr. S. III. wäre
bin spätere Correktur aus bim. Falls die Schrift des cod. Sangeil. nicht den Beweis
für diese Behauptung liefert, halte ich vielmehr bin für die Tatianische Form, einmal
weil sie viel häufiger ist als bim, zweitens weil sie in den ersten regelmässigen Par
tien herrscht, drittens weil das Flexions-m (nicht das der Wortbildung!) im Tatian
durchweg zu n wird. Dass das spätere Idiom des Schreibers dagegen die ältere Form
festgehalten haben kann, das bedarf weiter keiner Erörterung- Bin lesen wir z. B.
2,9° 13,20. 21. 21,5. 47,45. 67,9. 82,7. 92,3. 129,3. 135,15. 149,5. 176,5. 230,2., bim
81,26. 127,4. 131. 132,3. 5. 133,9. 10. und noch wenige Male.
2r Sg. Praes. Indic. bis z. B. 34,8. 63,4. 82,13. 103,2. 128,5. bist 14,5. 17,6.
34.6. 81,5. 110,4. 126,1. 188,2. bisthu 13,9. bistu 129,11. 131,9. bist thu 13,20. 21.
1 PI. Praes. Indic. birut z. B. 22,16. 67,9. 106,7, 141,27.
4) Das Verbum wesan, welches sich in der eigentlichen Bedeutung manere
etwa nur 9,2. wis! (wo lat. auch esto!) findet, liefert die meisten Formen. Mit dem
Stamme si theilt es die Herrschaft im Infinitive, in d. 3 1 1. Praes. Indicat., im Im
perative, aber nur im Plural, im Conjunct, des 1 raesens, aber nur in der 3 Sg.; un
beschränkt ist es in der 2 Sg. Imper. und im Praeteritum. Die Participien entgehen uns.
Im Infinitiv überwiegt über sin die Form wesan. Es steht z. E. 17,3. 34,4.
97,3. 146,2. wesen 90,1. 2. zi wesanne 91,2. 185,5. Nicht selten hat es Futurbedeu-
tung und übersetzt lat. fieri*), z. B. 13,2. 19,2. 145,4. 196,4.
ln der 3 PI. Praes. Indic. einmal wesent, gleichfalls in dieser Bedeutung fient 98,3.
Für die 2 Sg. Imperativi wird aljein wis! verwendet; Belege: 3,2. 27.2. 46,3.
151.6. Hingegen findet sich für d. 2 PI. einige Male sit, gewöhnlich aber weset! z. B.
3,2. 32,9. 147,3. 8. 223,2.
In der 3 Sg. Praes. Conj. erscheint zuweileu wese. Leider weiss ich nicht, ob
ich alle Belege gesammelt habe; die folgenden Stellen werden wenigstens, wenn auch
nicht sämmtliche, doch die meisten sein: wese 3,9. 61,3. 182,2. wesa 85,4., immer in
der Bedeutung fiat, dass es auch im Sinne von lat. sit gebraucht werden durfte, er
hellt aus 112,3 , wo in zwei ähnlichen und parallelen Sätzen einmal her si, einmal
her wese gesetzt ist.
Das Praeteritum bietet nichts Eigentümliches. Ich wähle aus der grossen
Zahl von Belegen einige aus: was 97,4. thu wäri 17,5. 83,1. 154,5. wärut 108,5. wä-
run 53,10. Conj. wäri 3,3. 5,9. wärist 135,12. ir wärit 133,5. wärin 97,6.
*) Aeusserst selten aber sin=fiieri, wie 47,7: so si thir, fiat tibi.

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