neben einander. Gegen Ende gewinnt queman wieder mehr Terrain, und nach cap.
208 habe ich kein coman mehr getroffen.
11) Stantan flectiert nach der 6. Ablautsreihe; über sten, stän s. unten. Also
stantu 97 3. stentit 13,23. furstantes prol. 4. arstant! 9,2. stantan 62,3. stantanti 34,1.
Prtep. furstantan 62,9. Ebenso im Praetr. Regelmässigkeit: stuont z. B. 54,6., stuon-
tun 49 4. Stuon 19,4. 21,9. ist blosse Flüchtigkeit im Schreiben, vielleicht derselben
in der'Aussprache entsprechend, wie man auch niowih, ndthurf, girchl'estigöt iindet.
Aber in vorstotun 89,6. forstuotun 104,7. zeigt sich die andere Formation des Praetr.,
die ohne n, in einem Falle sogar mit Verdichtung des uo zu 6. Ich zweifle, ob sie
Tatianisch ist. •
12) fähan und hähan gehen, wie auch sonst im Ahd., un Praes. nach der 2.
redupl., im Praetr. nach (1er 1. redupl. Conjugation.
a. intphähu oder infähu z. B. 21,5. 88,11. bifieng 54,9. intfieng 97,6. Prtep. gifangan
124 2. Einzig in seiner Erscheinung ist inttiegun, acceperunt 109,2. Grimm. Gr.
1 867 führt diese Form aus einein andern ahd. Denkmal an, verlangt aber bessere
Belege. Es kann gar leicht ein blosser Schreibfehler sein, indem der das n be
zeichnende Strich unterblieb.
b. hähu u. s. f. 141,29. 197,4. Praetr. hieng, hiengun 203,1. 200,4. Prtep. arhangan
112,1. 199,13. hangan 94,4.
13) Von houwan, caedere, nach XI. finden sich folgende Formen: hou! hau!
*02,1. hio, caedebat 53,5. 185,2. 188,4. hievun, caedebant 116,4. wo das ie bemerkens-
werth. Partcp. furhouwan 13,15. 41,/.
14) Für den Begriff spuere giebt Grimm. Gr. 1. 859. spiwan nach der i-Conj.
au Im Tatian ist nach" der u-Conj. gebildet, das Praetr. speo 132,4. spuvun 192,1.
nach der i-Conj. gispiwan, consputus 112,1.; und spiuuanti, exspuens 86,1. 200,3. kann
der einen oder der andern Classe zufallen, je nachdem man liest spiuvanti*) oder
spivanti. Also anomal wie im Mhd.
15) Beständige Zerdehnung nebst Assimilation findet statt im Verbum bifölahan:
zi bifelahanne 149,1. biviluhn 208,6. bifilihit 108,5. 124,4. bifalah 124,1. bifuluhun 108,6.
16) Die Synkopen quis, quit aus quidis, quidit theilt der Tatian nicht mit Otfrid
und Notker, sondern stehts hat er die vollen Formen.
17) Von den Verben, welche schwaches Praesens zeigen, kommen im Tatian
zur Verwendung biten, ligen, sizzen, heven, sueren. Consonantumlaut ist noch am
meisten bei sizzen beobachtet; man findet aber auch z. B. sizen 44,6. sizenti 77,3.
115 1 203 5 und sonst, und umgekehrt falsch sizzit 67,15. 105,1.141,16., ebenso sizzi!
108 3 130 2. u. s. f. — Bittan (185,5.) zeigt im Anfänge des Buches stets einfaches
*) Da das iu in den Puris nicht gebrochen wird.

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