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einem Praeteritum quäthun 132,14*) 137,3. Ausweichung nach entgegengesetzter
Seite: quat 105,1 106,1.
b. Die Verba der i- und u-Classe, welche d irn Praesens darbieten, sollten dieses
nicht nur im Partcp. Praetr., sondern auch im PI. Praetr., vielleicht auch im
Sing. Praet. in t wandeln. Leider findet sich kein siodan; kein lidan weder in
der Bedeutung pati, noch in der ire, und ebensowenig von snidan und midan
das Praeter., sondern nur Formen wie zi bisnidanne 4,11. bisnidet 104,6. bisnitan
7,1. bimitan, latens 60,8. und das unregelmässige abasnit! 95,4. Die abgeleiteten
Wörter bisnitnessi 104,6. und leiten, ducere 34,6. 97,5. liefern keinen Beweis für
die Herrschaft des t im Praeteritum, da wir auch trotz ward, wurdun, quad die
Ableitungen arwerten, forwurt, zuowart, wolaqueti verzeichnen mussten.
c. Am eigensten steht es mit findan, das so nach Tatianischer Lautregel heissen
sollte und nach Analogie von giwortan im Particip funtan haben könnte. Das
Praesens hat allerdings immer d bis auf folgende Fälle: fintu 102,2. fintis 93,3.
fintit 90,5. 96,2. 5. Das Praetr. fant 16,4. 18,2. 96,2. 5- 99,3.102,2. 109,1. 133,1.
135,9. 196,1.; fand 17,1. 2. 47,6. 9. 121,1. 181,3. 182,4. 197,2. Im Plural des
Praetr. u. s. f. stets d, z. B. thu fundi 3,4. fundumes 16,4. 194,2. fundun 12,4.
54,3. 82,3. 125,11 200,5. Das Particip lautet fundan, z. B. 77,2,111,3.; hingegen
funtan nur 97,5. 8. Danach wird d in allen Formen von findan als Tatianische
Regel anzusehen sein. Ungefähr von cap. 90—110 zieht der Schreiber die Form
fintan vor; wenigstens findet man innerhalb dieser Gränzen keine Form mit d,
wohl aber dort grade diejenigen mit t, welche entscheidend sind, nämlich fintu,
fintis, fintit. Wichtig ist, dass gleichfalls das Particip funtan nur hier erscheint,
wodurch auch im Praetr. und Partcp. das d gesichert ist. Das Praetrt. fant, so
oft es vorkommt, scheint mir wenig zu entscheiden; denn offenbar ist es mit
qüat und abasnit noch der mhd. Auslautsregel zu beurtheilen. Spuren derselben
finden sich auch sonst schon hie und da im Tatian, z B. gap 143,6. gibarc 143,7.
gienc 149,6. arstarp 107,2. Weiteres darüber gehört in die Lautlehre.
10) Das Verbum queman bewahrte das anlautende qu in der ursprünglichen
Fassung des Werkes ohne Zweifel durch alle Flexionen, da sich in den regelmässigsten,
reinlichsten Partien, d. h. in den ersten Capiteln bis ca. Cap. 80. nur diese ältere Form
findet, wie auch nie kona, stets quena, mulier, z. B. 67,10. 199,5., wie ih quilu, gique-
lit 107,3. gelesen - wird. Erst seit Cap. 88 treten die Formen coman, comenti, curnist,
cumit, comenmes, cumet, coment, come, cum auf und gehen neben den älteren her
fast durch das ganze übrige Werk. So stehen 1 47,7. z. B. cumit und quirnit dicht
*) 132,9. auch anthere, alii; 132,12. elthiron, parentes, in einem Capitel, in dem anderer
seits den, demo, diu, daz, dese Vorkommen.

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