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über Druckempfindungen unter dein rechten Rippenbogen. Eine bedeutende, rasch zunehmende
Volumsvergrösserung der Leber # lies3 keinen Zweifel darüber bestehen, dass auch auf dieses Organ
das Carcinom übergegriffen hatte. Am 28. Juni zeigte sich zuerst Oedem der Beine, dem ein
massiger, allmählich anschwellender Ascites folgte, Erscheinungen, die auf eine Störung des Blut
laufes im Pfortadergebiet schliessen Hessen. Icterus fehlte; auch liess sich zu keiner Zeit Gallen-
farbstoff im Harn nachweisen. Auffallend war, dass Appetit und Verdauung des Kranken bis ge
gen das Ende der Krankheit so wenig alterirt waren, dass er täglich 250 gramme Fleisch ohne
Beschwerden zu verdauen vermochte. Protz des rapiden Wachsthums des Carcinoms erfolgte der
Kräfteverfall bei unserm Patienten so unmerklich, dass er bis zu seinem Ende ohne besondere An
strengung kurze Spaziergänge unternehmen konnte. Der Tod erfolgte unter diesen Umständen
ganz unerwartet in der Nacht vom 13./14. Juli; im Begriff stehend, das Bett zu verlassen, um
zum Stcchbecken zu greifen, wurde er, in dieser Stellung vorn Tode überrascht, gefunden.
Sect. h. 7. p. m.
Deutliche Todtenflecke auf dem ganzen Rücken. Cornea eingesunken und trübe. Die
Leiche am Rumpf massig abgemagert. An den unteren Extremitäten, sowie an Armen und Hän
den Oedem, In der Bauchhöhle beträchtliche Quantität einer klaren, gallig gefärbten Flüssigkeit; das
pericardiale Fettgewebe im Zustand schleimiger Erweichung und oedematös durchtränkt. Das Herz
klein; Musculatur von roth-brauner Kirbe. Der eine Zipfel der valvula mitralis zeigt eine Anzahl
linsen- bis sechsergrosser, gelber, leicht prominirender Hecken auf seiner Vorhofsfläche; der untere
Rand, namentlich die Insertionsstellen der Sehnenfäden sind leicht verdickt; sonst erscheint die
Mitralis und die andren Klappen normal. Auf der Intima der Aorta zeigen sich einige gelbe
Flecke von geringer Grösse.
Beide Lungen vollkommen frei beweglich im Ihoraxraum, In den Pleurasäcken eine
geringe Quantität klarer Flüssigkeit. Beide Lungen übeiall lufthaltig; der untere Lappen der* rceh-
ten Lunge blau-roth gefärbt und sehr bluthaltig.
Die Leber nimmt fast das ganze obere Drittel des Bauchraums ein. Sie erstreckt sich
nach links bis an den rechten Rand der Milz. Dex linke Lebeidappen bedeckt fast ganz den Magen;
nur die grosse Curvatur ragt unter dem unteren Rande desselben hervor. Leber, Magen und Milz
sind unter einandei* vielfach, zum Iheil duich feste Schwarten verwachsen. Die Leber zeigt sich
auch stellenweise am Zwergfell adhärent. Die diei Oxgane werden zusammen herausgenommen
und zur Untersuchung zurückgestellt.
Rechte Niere von normaler Grösse; Kapsel ziemlich schwer abziehbar. Die Oberfläche
ist durch theils flachere theils tiefere, 1 7 mm. eindringende Furchen in gixissere und kleinere
Lappen getheilt. (Reste der fötalen Lappung.) Ausserdem zeigen sich einige Stecknadelkopf- his
linsengrosse Cysten, die zum Theil massig über die Oberfläche prominiren. Auf dem Durchschnitt
erscheint das Parenchym im Ganzen schmal, namentlich aber ist die Rindensubstanz, die ziemlich
gleichmässig gelb gefärbt ist, verschmälert. Die Schleimhaut des Nierenbeckens ist mässig injicirt:
das Nierenbecken erscheint nicht erweitert. Die linke Niere verhält sich sowohl, was die Ober
fläche, als auch was den Durchschnitt betrifft, ganz ähnlich, wie die rechte.
Die Serosa des Darms, sowie Mesenterium und Mesocolon zeigen nichts Abnormes. Die
Mesenterialdrüsen sind nur leicht geschwellt, auf dem Durchschnitt grau-röthlich. Das Colon ent
hält eine beträchtliche Menge eines dickflüssigen, grauen, thonfarbenen Koths. Die Schleimhaut ist
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